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Käse bei Laktose­­­intoleranz: Welche Rolle spielt die Reifezeit?

Die kurze Antwort

Bei der Käseherstellung wird der Käsebruch von der Molke getrennt. So wird auch ein Teil des Milchzuckers abgetrennt.¹ Während der weiteren Herstellung und Reifung wird zusätzliche Laktose abgebaut.² Viele gereifte Hart- und Schnittkäse enthalten deshalb nur geringe Mengen. Das gilt nicht gleichermaßen für jede Käsesorte und jedes Produkt.³

Worauf kannst Du beim Einkauf achten?

Käse ist nicht gleich Käse – auch beim Milchzucker. Parmesan, Emmentaler und viele Gouda-Sorten enthalten häufig sehr wenig Laktose. Frischkäse und Frischkäsezubereitungen lassen sich damit nicht gleichsetzen.³ Schau deshalb auf die Angaben zum konkreten Produkt. Die genaue Laktosemenge steht nicht auf jeder Packung; bei loser Ware kannst Du nach Produktinformationen fragen.³

Für Deinen Käsegenuss zählen außerdem die Portionsgröße und Deine persönliche Verträglichkeit. Eine Laktoseintoleranz bedeutet nicht automatisch, auf sämtliche Käsesorten verzichten zu müssen.² Wichtig bleibt die Unterscheidung zur Milcheiweißallergie: Wenig Laktose macht einen Käse für Menschen mit dieser Allergie nicht geeignet.²

Quellen

  1. [1] Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Milch: Vom Stall in den Handel, Abschnitt „Käse – feste Milch aufs Brot“, 2026. — Link · abgerufen 09/2026
  2. [2] Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Milch: Gesundheit und Umwelt, Abschnitt „Was tun bei Laktoseintoleranz oder Milcheiweißallergie?“, 2026. — Link · abgerufen 09/2026
  3. [3] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Einkaufen bei Laktoseintoleranz, aktualisiert am 06.11.2024. — Link · abgerufen 09/2026