ERNÄHRUNG
Ob pur, mit frischen Früchten oder als Zutat in herzhaften Gerichten:
Joghurt ist ein Multitalent in der Küche. Auch hinter seiner Herstellung gibt es viel zu entdecken – von natürlichen Kreisläufen und der Arbeit auf Milchhöfen bis zur Verarbeitung in der Molkerei. Unser Factsheet gibt Einblicke.
Beliebt wie eh und je
Joghurt hat seit Langem einen festen Platz im Speiseplan vieler europäischer Länder. Auch in Deutschland wird er in den unterschiedlichsten Varianten gegessen.
Der Joghurtkonsum stieg von 2023 auf 2024 um 4,2 Prozent.¹
- Warum Europäerinnen und Europäer zum Naturjoghurt greifen
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Vor allem Naturjoghurt ist bei einem großen Teil der Deutschen die Basis für ein ausgewogenes, leckeres Frühstück. Doch woran liegt’s?
Das European Milk Forum hat das Marktforschungsunternehmen Potloc mit einer Befragung von Verbraucherinnen und Verbrauchern aus Deutschland, Belgien, Irland und Dänemark beauftragt.
Das Ergebnis: 43 Prozent der Befragten nannten den Geschmack als Kaufgrund. 37 Prozent verwiesen auf die unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten von Naturjoghurt.¹ Komplettiert wird die Top 3 der Kauf-Gründe durch die Vielseitigkeit der Milchspeise: 37 Prozent der Befragten schätzen Joghurt, dass es so viele Möglichkeiten gibt, ihn zu nutzen.¹
- Milchproduktion im Kreislauf betrachtet
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Joghurt beginnt mit der Erzeugung von Milch. Kühe können als Wiederkäuer Gras und weitere für Menschen nicht essbare Biomasse als Futter nutzen. Grünlandpflanzen nehmen beim Wachstum CO₂ aus der Atmosphäre auf; einen Teil des darin gebundenen Kohlenstoffs nehmen die Tiere über das Futter auf.
Gleichzeitig entstehen bei der Milchproduktion Treibhausgasemissionen, insbesondere Methan. Natürliche Kreisläufe sind deshalb ein wichtiger Teil der Betrachtung, sagen allein aber noch nichts über die gesamte Umweltbilanz aus. Landwirtschaftliche Betriebe arbeiten daran, Ressourcen effizienter einzusetzen und Emissionen zu verringern.
- Gemeinsam Verantwortung für die Zukunft in Europa übernehmen
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In der Milchproduktion können Fütterung, Tierhaltung, Düngung und Pflanzenbau miteinander verbunden sein. Gleichzeitig entstehen bei der Erzeugung und Verarbeitung von Milch Treibhausgasemissionen. Landwirtschaftliche Betriebe und Molkereien entwickeln deshalb ihre Produktionsverfahren weiter und setzen unterschiedliche Maßnahmen ein, um Emissionen zu verringern.
2024 wurden in Deutschland rund 32,2 Millionen Tonnen Kuhmilch an Molkereien geliefert.² Damit geht eine besondere Verantwortung einher, die Umweltwirkungen der Produktion zu erfassen und weiter zu reduzieren.
Milchbranchenorganisationen aus Deutschland, Belgien, Irland und Dänemark arbeiten im European Milk Forum (EMF) zusammen. Im Projekt „Yoghurt, it’s great inside!“ geben sie Verbraucherinnen und Verbrauchern Einblicke in konkrete Entwicklungen und Maßnahmen der Milchproduktion und -verarbeitung.
Noch nicht genug? Scrollt euch durch die Welt des Joghurts!
In unseren Deep Dives und Expert:innen-Interviews könnt Ihr euer Wissen rund um Joghurt, Milchprodukte und moderne Milchwirtschaft auffrischen und vertiefen.
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Der Beitrag stellt Beispiele aus europäischen Milchbetrieben und deren Maßnahmen zur Emissionsminderung vor. Ein zentraler Hebel: die Kuhfütterung, die man sogar im Glas Milch schmecken kann. Im Rahmen des EU-Programms „Enjoy it’s from Europe“ erklärt Agrarwissenschaftler Prof. Wilhelm Windisch, warum effiziente Landwirtschaft für ihn nicht ohne Nutztierhaltung funktioniere.
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Welche Rolle spielt die Milchwirtschaft heute und in Zukunft für unsere Ernährung? Agrarwissenschaftlerin Pauline Große beleuchtet in ihrem Vortrag beim VFED-Kongress das Spannungsfeld zwischen Ernährungssicherheit, Klimaschutz und Nahrungsmittelkonkurrenz. Im Mittelpunkt stehen die Nutzung unterschiedlicher Futtermittel sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Kreislaufbetrachtung.
Über das Projekt
Quellen
- [01] Repräsentative Umfrage des European Milk Forum (EMF), Wahrnehmung des Milchsektors: Konsum und Nachhaltigkeit, 2024
- [02] Statistisches Bundesamt: „Milcherzeuger in der EU“; Statista: „Milchanlieferung in Europa nach Ländern“, September 2024 — Link · abgerufen 10/2026