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Was macht Rohmilch besonders – und worauf sollte man achten?

Die kurze Antwort

Rohmilch wird in sozialen Medien mitunter als „Wundermittel“ dargestellt. Für Versprechen, sie könne Krankheiten vorbeugen, die Verdauung verbessern oder andere besondere gesundheitliche Wirkungen entfalten, fehlen jedoch wissenschaftliche Belege. Auch enthält Rohmilch nicht deutlich mehr Nährstoffe als wärmebehandelte Milch wie H-Milch. Moderne Verfahren verändern nur einen kleinen Teil der hitzeempfindlichen Vitamine; Calcium und Milcheiweiß bleiben erhalten.¹

Gleichzeitig kann Rohmilch krankmachende Keime enthalten. Rohmilch vom Hof oder aus einer Milchtankstelle sollte deshalb vor dem Verzehr immer ausreichend erhitzt werden. Das gilt besonders für Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere, ältere oder kranke Menschen sowie Menschen mit eingeschränkter Immunabwehr: Sie sollten Rohmilch und Rohmilchprodukte nicht unerhitzt verzehren. Wie bei anderen rohen tierischen Lebensmitteln schützt ausreichendes Erhitzen vor möglichen Infektionen.¹ ²

Quellen

  1. [1] Bundeszentrum für Ernährung: Rohmilch – besser mit Vorsicht genießen, 2025 — Link
  2. [2] Bundesinstitut für Risikobewertung: Rohmilch – Abkochen schützt vor Infektionen, 2014 — Link