Videopodcast
Was braucht unser Stoffwechsel, um ein gesundes Leben zu unterstützen? Ernährungsmedizinerin Daniela Kielkowski erklärt, wie hochwertiges Protein und Kohlenhydrate in unserem Stoffwechsel wirken und was das für einen aktiven Lebensstil bedeuten kann – erstmals als Videopodcast. 100 % real. 0 % Fake!
100 % real. 0 % Fake: Wir machen den Reality-Check! Tarik diskutiert mit der Ernährungsmedizinerin Daniela Kielkowski über unseren Stoffwechsel. Sie klären, welche Rolle Milchprodukte darin spielen können und ordnen beides in den Kontext eines aktiven Lebensstils ein. Die beiden beleuchten die Rolle der Milch-Matrix in unserer Ernährung und wie sich das Verhältnis von hochwertigem Protein zu Kohlenhydraten auf das Gewichtsmanagement auswirken könnte.
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Videopodcast: Milch und Stoffwechsel – Jetzt ansehen!
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[00:00] Thema: Intro und Vorstellung der Stoffwechselexpertin
Tarik: [Podcast-Intro Musik] Wir bekommen unsere Lebensenergie nicht aus der Steckdose. Die Kohlenhydrate entlasten unser System, erfreuen unser Gehirn und bringen dadurch den Stoffwechsel wirklich in Schwung. Na, Milch besteht ja aus Kohlenhydraten, aus Eiweißen und aus Fetten. Wir müssen auch keine Angst vor Laktose haben, wenn wir sie vertragen, weil sie ein guter Energielieferant ist und stelle immer wieder fest, dass man sehr viel Grundwissen haben muss, um die Antworten von ChatGPT einordnen zu können. Hi und herzlich willkommen beim Podcast Let's Talk Milch von der Initiative Milch. Haltet euch fest, diese Folge ist eine echte Premiere, denn zum allerersten Mal zeichnen wir einen Videopodcast auf. Wir sind deswegen auch nicht wie sonst im Studio, sondern an einem Ort, wo viele von uns etwas für ihre Fitness und damit für die Langlebigkeit, aka Longevity, tun. Yep, wir sind in einem Pilatestudio. Wir wollen heute darüber sprechen, was unser Stoffwechsel braucht, um gesund alt zu werden, welche Rolle unsere Ernährung dabei spielt, welche Rolle Milchprodukte. Aktuelle Studien zeigen, dass die Hälfte der ChatGPT-Nutzerinnen KI befragen, um besser informiert zu sein. Knapp ein Drittel sieht KI als praktische Hilfe im Alltag. Das Problem dabei: Wenn man KI nach der perfekten Diät für ein langes Leben fragt, bekommt man blitzschnelle Antworten. Meide Zucker, Vorsicht bei Laktose oder setze auf pflanzliche Alternativen. Aber wie hilfreich sind diese pauschalen Antworten wirklich? Und ganz ehrlich, wer braucht schon ChatGPT, wenn unsere heutige Gästin all diese Fragen beantworten kann. Sie ist Ärztin, Ernährungsmedizinerin und auf Instagram als die Stoffwechselexpertin unterwegs. Herzlich willkommen, Daniela Kielkowski. Hi.
Daniela Kielkowski: Danke für die Einladung.
Tarik: Ja, schön, dass du da bist. Sag mal, wie wird man eigentlich zu der Stoffwechselexpertin? Das will ich wissen.
Daniela Kielkowski: Ich würde mich persönlich ja nie als "die" Stoffwechselexpertin bezeichnen, aber Tatsache ist, ich liebe die Biochemie. Und man muss auch sagen, mich unterscheidet ganz sicher von vielen, dass ich seit 20 Jahren eine ernährungsmedizinische Praxis habe, dass ich 17.000 Menschen persönlich behandelt habe, dass ich über eine halbe Million Stoffwechselanalysen gemacht habe, mir also wirklich anschaue, wie funktioniert ein Stoffwechsel. Und da schlägt eben auch ganz klar die praktische Erfahrung der Expertise. Und was vielleicht auch noch ganz wichtig ist: Zu mir kommen nicht Menschen, die sagen, ich habe Übergewicht und muss jetzt mal weniger essen und abnehmen, sondern zu mir kommen Menschen, die alles ausprobiert haben, ob es Low Carb ist, Low Fat, Intervallfasten, Fastenwandern, alle Trends, Medikamente, diszipliniert sind, viel Sport treiben, alle Trends sozusagen hinter sich gebracht haben und immer dicker und auch immer kränker wurden.
[02:15] Thema: Entweder-Oder-Fragen zum Kennenlernen
Tarik: Also das "die Stoffwechselexpertin" hast du dir, wie du jetzt schon gesagt hast, auch mehr als verdient durch deine Expertise. Daniela, wir wollen dich natürlich, bevor wir hier so richtig ins Thema reingehen, auch noch ein bisschen besser kennenlernen und ich meine, was passt da besser als eine Runde Entweder-Oder?
Daniela Kielkowski: Mhm. Na gut.
Tarik: Bist du bereit?
Daniela Kielkowski: Ich bin bereit.
Tarik: Pass auf. Pilates oder CrossFit?
Daniela Kielkowski: Das kommt darauf an. Es ist ja beides Kraftsport. Pilates ist ja eher Kraftsport, geht in die tiefe Muskulatur, während CrossFit auch sehr viel Ausdauerelemente hat. Und ich bin ein ganz großer Freund von Ausdauertraining, gerade wenn man Stoffwechselprobleme hat. Und wenn man sich wirklich die seriösen Daten anschaut, dann ist ganz oft Ausdauer-Krafttraining der bessere Motor für den gesamten Stoffwechsel. Allerdings hat Pilates für viele Menschen etwas extrem Spannendes und etwas, womit sie sich erden.
Tarik: Daniela, du bist eine Expertin durch und durch, aber so geht Entweder-Oder nicht. Die Frage ist Pilates oder CrossFit.
Daniela Kielkowski: Dann nehme ich CrossFit. Logisch.
Tarik: So, Milch oder Pflanzendrink?
Daniela Kielkowski: Milch.
Tarik: Rucksack oder Koffer?
Daniela Kielkowski: Rucksack.
Tarik: Beyoncé oder Lady Gaga?
Daniela Kielkowski: Lady Gaga, weil ich die Filme mag.
Tarik: Ah, die ist so toll, ne? Wäre auch meine Antwort gewesen. ChatGPT oder Medizinstudium?
Daniela Kielkowski: Noch das Medizinstudium.
[04:30] Thema: Der Einsatz von KI bei medizinischen Ernährungsfragen
Tarik: Kommt es denn bei dir vor, dass Patientinnen um die Ecke kommen und sagen, ich habe jetzt hier eine Diagnose auf ChatGPT gefunden?
Daniela Kielkowski: Ja, das kommt in der Tat immer häufiger vor. Da habe ich auch gerade ein aktuelles Beispiel, dass ich z.B. eine Patientin habe, sie wollte einfach sehr, sehr schnell Ergebnisse haben und ich wollte sie sehr langsam aufbauen. Und dann hat sie gesagt, sie hätte jetzt über ChatGPT sich Ernährungspläne ausgedruckt und die würden jetzt perfekt bei ihr funktionieren. Und dann habe ich gesagt, alles klar, sie darf meine Messgeräte kostenlos weiternutzen, um sich selber zu kontrollieren, weil man will ja trotzdem helfen. Und sie hat auch tatsächlich so ein bis zwei Monate ganz gute Ergebnisse gehabt und dann kippte es komplett und dann war sie doch sehr, sehr ernüchtert.
Tarik: Also würdest du dann sagen, dass ChatGPT bei solchen medizinischen Fragen helfen kann, aber am Ende braucht es eventuell immer dann natürlich auch eine Medizinerin, Mediziner, der das begleitet?
Daniela Kielkowski: Aus der heutigen Sicht würde ich ganz klar sagen: Ja. ChatGPT sucht ja sozusagen im Netz nach Antworten und steuert auch Webseiten an, die z.B. eine hohe Reichweite haben, aber das sagt ja am Ende nichts über den Inhalt oder über die Qualität aus. Ich nutze ChatGPT sogar auch für meine Doktorarbeit und stelle immer wieder fest, dass man sehr viel Grundwissen haben muss, um die Antworten von ChatGPT einordnen zu können. Also man muss auch Wissen haben, um ChatGPT definitiv widersprechen zu können. Oder man muss auch denken können, indem man Dinge auf Plausibilität prüft. Und darin sehe ich auch in der Tat eine Gefahr, weil viele Menschen denken, sie greifen jetzt auf unbegrenztes Wissen zurück und lassen sich davon eigentlich völlig falsch ausbilden. Also heutzutage muss man schon noch Wissen haben, um mit ChatGPT klug arbeiten zu können, aber dann kann es auch wirklich helfen.
[07:45] Thema: Milch, Langlebigkeit und die Rolle von Kohlenhydraten
Tarik: So, lass uns doch mal mit ChatGPT klug arbeiten. Ich habe nämlich ChatGPT gefragt, wie beeinflusst Milch die Longevity und die Antwort war so ein bisschen schwammig, weil das Thema ja auch recht komplex ist. Aber die Antwort war eben: ChatGPT warnt vor Laktose und Fettgehalt. Pluspunkte gibt's für Proteine und Calcium. Wie würdest du als Expertin diese Antwort jetzt einordnen?
Daniela Kielkowski: Schaut man sich die solide Datenbasis an, dann ist Milch eigentlich ein ganz neutrales Lebensmittel, was für gesunde Menschen, die nicht laktoseintolerant sind, ein ganz normales Lebensmittel innerhalb einer Ernährung ist. Und wir müssen keine Angst vor Fetten haben. Wir brauchen Fette. Fett ist ein ganz wichtiger Baustein in unserem Stoffwechsel. Wir müssen auch keine Angst vor Laktose haben, wenn wir sie vertragen, weil sie ein guter Energielieferant ist. Und ich bin ja sowieso, ich habe ja drei Bücher geschrieben und mein erstes Buch heißt "Abnehmen mit Kohlenhydraten". Das heißt, ich bin der absolute Kohlenhydrat-Fan. Und Proteine eh sehr, sehr gut. Und die Milch hat ja zwei verschiedene.
Tarik: Also, du sagst schon, man muss da dann noch mal genauer hingucken. Die reinen Antworten müssen noch mal auch analysiert werden. Am besten vielleicht auch mit einer Expertin wie mit dir, aber auch, ich glaube, so ein bisschen gesunder Menschenverstand und einfach noch mal nachgucken, was sagt mir die KI eigentlich gerade? Ich habe noch ein paar mehr Fragen gestellt und zwar eben auch, wie denn der Zusammenhang von Ernährung und Langlebigkeit ausschaut. Und ganz viele Tipps waren dann sowas wie eine mediterrane Diät wäre gut, reduzierte Kalorien, gesunde Fette, was auch immer das ist, und Proteine. Wie schätzt du denn diese KI-Antwort ein?
Daniela Kielkowski: Da kann ich jetzt mal wirklich ganz beruhigt sagen, wir wissen nicht, was die richtige und die perfekte Ernährung gesundheitlich ist. Ernährung ist immer nur ein Teil des Ganzen und es gibt keine Kausalitäten. Und Kausalitäten bedeutet, dass man wirklich Ursache und Wirkung der Ernährung wissenschaftlich prüfen konnte. Das ist in der Ernährung nämlich gar nicht möglich. Wenn wir uns anschauen, wie Arzneimittel getestet werden, dann gibt es praktisch eine Untersuchungsgruppe, eine Placebogruppe und eine Kontrollgruppe. Und dann weiß man genau, du nimmst Medikament A, der andere kriegt Placebo und dann kannst du nach dem Jahr gucken, wer hat welche Ergebnisse. Wie willst du das bei der Ernährung machen? Dann müsstest du ja 2 mal 3000 Menschen auf eine Insel stecken für 20 Jahre. Diese müsstest du in drei Gruppen einteilen und dann müssten die alle genau dieselben Lebensbedingungen haben. Schlaf, mentale Stabilität, Resilienz und das können wir überhaupt nicht. Also gibt es in der Ernährung, weil ja sehr viel mit der Eitelkeit und der Angst von Menschen gespielt wird, viel, viel mehr Hypothesen, die überhaupt nicht bewiesen sind, Trends, die überhaupt nicht bewiesen sind, und insofern kann man bei der Ernährung ziemlich entspannt sein. Wir wissen, was Ballaststoffe machen, wofür die gut sind. Wir wissen, was Proteine machen, wir wissen, was Kohlenhydrate machen, wir wissen, dass das Gehirn 130 g Zucker am Tag verbraucht. Was übrigens die wenigsten wissen. Und das sind die Dinge, mit denen wir spielen.
Tarik: Und sag mal, warum spielt jetzt der Stoffwechsel bei der Ernährung so eine wichtige Rolle?
Daniela Kielkowski: Weil der Stoffwechsel mit der Ernährung etwas tut. Ich sag's ja immer so schön, wir bekommen unsere Lebensenergie nicht aus der Steckdose. Das heißt, unser Körper muss jedes Leben, was in uns stattfindet, mit Energie bezahlen. Und der Körper, schlau wie er ist, kann das aus verschiedenen Töpfen. Einer davon ist die Ernährung. Der Körper kann auch aus Fett, wenn die Ernährung z.B. nicht ausreicht, Zucker herstellen. Muss er aber nicht, wenn die Fettverbrennung gestört ist. Der Körper kann auch aus Muskelmasse Zucker herstellen. Das passiert sehr unter Stress. Und wenn man sich wirklich in der Biochemie auskennt und auch in der Neurobiologie, dann weiß man, das Zentralorgan unseres Stoffwechsels ist das Gehirn. Und dieses Gehirn ist unfassbar egoistisch und priorisiert Energie. Das heißt, am Ende des Tages entscheidet das Gehirn auch, wie Nahrung verwertet wird, ob sie z.B. als Fett gespeichert wird oder ob sie zu Energie verbrannt wird. Das Gehirn kann auch Verdauung runterregeln. Es kann in einen Sparmodus rutschen. Dann kannst du so gesund essen, wie du willst, aber du resorbierst es überhaupt nicht. Dann nutzen dir in dem Zusammenhang natürlich auch keine Nahrungsergänzungsmittel, weil die kommen genauso schlecht durch. Und warum ich z.B. Bücher geschrieben habe, hat den einfachen Grund, um Menschen ihren eigenen Stoffwechsel viel näher zu bringen, damit sie nicht auf jede Sau reinfallen, die ständig durchs Dorf getrieben wird. Reine Milchprodukte, Fleischprodukte, Naturfleischprodukte, Fischprodukte sind eine gute gesunde Ergänzung zu einem gesunden Ernährungsverhalten und da sollte man sich auch nicht verunsichern lassen. Wer praktisch Milchprodukte nicht gut verträgt, der hat keinen Vorteil davon. Wer sie aber verträgt, führt sich damit auch viele gesunde Fette, Kohlenhydrate, Proteine, aber auch Mineralien wie z.B. Calcium zu und ähnlich ist es bei Fleisch und Fisch.
Tarik: Lange Zeit wurde ja gesagt, Daniela, dass wer abnehmen möchte oder wer einen gesunden Körper haben möchte, der oder die soll auf jeden Fall die Kohlenhydrate weglassen. Aber du sagst ja, Kohlenhydrate sind praktisch ein Muss. Warum?
Daniela Kielkowski: Tatsache ist, unser Gehirn verstoffwechselt im Normalfall ausschließlich Glucose. Das wissen die wenigsten Menschen. Das Gehirn kann nicht direkt Fette verstoffwechseln oder Eiweiße. Und das sagt jetzt nicht die Kielkowski, sondern das ist Wissenschaft. Und das Gehirn kann im Notfall im absoluten Hungerzustand auch sogenannte Ketone verstoffwechseln. Da hat sich die Natur was einfallen lassen. Aber ansonsten liebt das Gehirn reinen Zucker und verbraucht mindestens 130 g am Tag. Aber das Gehirn speichert keinen Zucker. Das heißt, ich kann nicht morgens 130 g Zucker essen und dann ist bezahlt, sondern das Gehirn fordert sich die Glucose bedarfsgerecht an. Und wenn ich z.B. sehr unter Stress bin, verbraucht das Gehirn mehr Glucose. Und das Gehirn misst auch permanent mit seinen Gehirnzellen, wie viel Glucose im Körper ist oder wie viel Reserven im Körper sind, weil man kann eben auch aus Proteinen oder auch aus Fetten Zucker herstellen. Und wenn man sich alleine nur mal das vorstellt, dann kann Low Carb doch nicht wirklich das probate Mittel sein. Ja, weil das Gehirn mit diesem kleinen [unverständlich] Säbelzahntiger vorbeizukommen. Und zwar nicht, weil wir größer, stärker waren oder höher springen konnten, sondern weil dieses kleine Gehirn, was Zucker verbrennt, wie ein Hochleistungsofen, uns permanent Strategien liefert. Und wenn man sich aber auch mal ganz anders die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung anschaut, dann wurde uns immer schon empfohlen, 40 bis 60 % unserer Nahrung in Kohlenhydraten zu decken. Und ich sage immer so schön, mich würde es in der Form gar nicht geben, wenn Low Carb funktionieren würde, weil alle meine Patienten haben das bis zum Erbrechen ausprobiert mit dem Ergebnis, dass das Gehirn so oft unter Stress geraten ist, unter Energieknappheit geraten ist, dass Fett immer mehr gespeichert wurde, anstatt zu verbrennen.
[12:20] Thema: Milch im Vergleich zu pflanzlichen Alternativen
Tarik: Also kann man vereinfacht sagen, weniger Essen ist auf jeden Fall nicht die Lösung, sondern es geht darum, das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu essen, also auch eben Kohlenhydrate. Wie wirken denn Milchprodukte in diesem Prinzip auf den Stoffwechsel? Milch enthält ja vor allem Proteine, also Eiweiß.
Daniela Kielkowski: Na, Milch besteht ja aus Kohlenhydraten, aus Eiweißen und aus Fetten. Und Milch ist einfach eins von vielen alltäglichen Lebensmitteln, die wir verwenden. Ob zum Kochen, ob zum Backen, ob auch zum Trinken oder zum Verfeinern. Das heißt, man wird mit Milch niemals seinen Kohlenhydratbedarf decken oder zumindest würde ich das niemandem empfehlen, aber grundsätzlich geht es ja immer bei den Lebensmitteln um die Matrix. In welcher Form sind diese Komponenten eingebettet? Ich kann natürlich in einer Nahrungsergänzungspille einen Stoff als Monostoff zu mir nehmen. Der wird niemals so gut biologisch verfügbar sein, wie z.B. Vitamin C – nehmen wir mal das Beispiel, als würde ich Erdbeeren essen oder einen guten Brokkoli oder andere Obstsorten, weil die sind eingebettet in sekundäre Pflanzenstoffe, in Ballaststoffe, in andere Mineralien und das ergibt eine Matrix, die wirksam ist. Und bei der Milch ist es eben ähnlich. Die Milch besteht aus Kohlenhydraten, aus verschiedenen Eiweißen, Casein, Molke, aus guten Fetten, aus Calcium. Calcium ist ein sehr gutes Mineral, auch schon alleine für die Verdauung und insofern ist das einfach ein Lebensmittel, was für Menschen zu einer gesunden ausgewogenen Ernährung gehört.
Tarik: Das heißt, Milch liefert also Protein und Kohlenhydrate in einem Verhältnis, das uns länger satt macht als z.B. ein Haferdrink, der im Grunde flüssiges Brot ist. Kann man das so sagen?
Daniela Kielkowski: Nicht ganz. Milch ist natürlich ein Grundnahrungsmittel, weil es die Bestandteile hat wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, aber es würde uns natürlich schon länger satt machen als so ein dünner Haferdrink. Aber mittlerweile ist es ja so, dass die Industrie ja schon längst reagiert hat und Haferdrinks anreichert mit Fetten, mit Proteinen und insofern kann man auch da entscheiden, was vertrag ich und was mag ich mehr. Aber als natürliche Form, Haferdrink versus Milch, ist die Milch das nährstoffreichere Nahrungsmittel und führt uns natürlich auch mehr Energie zu.
Tarik: Und sag mal, ist das Verhältnis bei Milch von Proteinen und Kohlenhydraten vorteilhaft für eine ausgewogene Ernährung?
Daniela Kielkowski: Wenn man jetzt diese Makronährstoffe nebeneinander setzt, würde man sagen, ja, genau, das ist ein Vorteil für eine gesunde Ernährung. Aber ich würde natürlich meinen Proteinbedarf, meinen Kohlenhydratbedarf und meinen Fettbedarf nicht über Milch decken, dann müsste ich schon sehr, sehr viel konsumieren. Außerdem ist z.B. Laktose nur ein sehr leichtes Kohlenhydrat. Das heißt, es würde sehr schnell wieder zu Hunger kommen. Und insofern ist Milch immer ein wunderbares Lebensmittel zur Ergänzung einer vollwertigen Nahrung.
[15:10] Thema: Laktoseintoleranz, Sensibilität und das Mikrobiom
Tarik: Nun gibt es ja Menschen, die Milchzucker nicht vertragen. Die KI nennt Laktoseintoleranz teilweise als nachteilig für die Langlebigkeit. Stimmt das denn auch?
Daniela Kielkowski: Das kann ich so nicht nachvollziehen. Ich denke ja immer alle diese Aussagen sofort naturwissenschaftlich, biochemisch durch und eine Laktoseintoleranz ist ja sozusagen nur in der Darmbarriere. Das heißt, Laktose wird über die Darmschleimhaut schlecht resorbiert, weil einfach das Enzym fehlt, um Laktose aufzunehmen. Aber Laktose ist grundsätzlich ein sehr leichtes und gutes Kohlenhydrat. Wenn ich natürlich eine Laktoseintoleranz habe, die ich dann ignoriere und permanent Symptome auslöse, nur weil ich Milch gut finde – aber das kann ich mir bei niemandem vorstellen –, dann hätte ich natürlich eine Dauerentzündung im Darm und das würde mich dauerhaft möglicherweise einfach auch krank machen, weil ich damit natürlich auch andere Nahrungsmittel und Nährstoffe schlechter resorbiere und möglicherweise kann das dann im Alter auch dazu führen, dass ich eher zu chronischen Erkrankungen neige. Aber zu sagen, dass eine Laktoseintoleranz die Langlebigkeit beeinflusst, das bezweifle ich.
Tarik: Ich habe auch mal gelesen, dass in Deutschland 15 % der Bevölkerung wohl eine Laktoseintoleranz haben. Ist das eine Zahl, die für dich realistisch ist?
Daniela Kielkowski: Ja, das sind ja mal Mittelwerte, das sind ja mal Hochrechnungen, da werden sozusagen symptomatische Menschen hochgerechnet, die eben auch auffällig in der Klinik sind oder beim Hausarzt. Tatsache ist, es sind deutlich weniger Menschen laktoseintolerant als Menschen, die glauben, dass sie laktoseintolerant sind. Allerdings muss man hier sagen, man muss ganz klar unterscheiden zwischen Laktoseintoleranz und einer sogenannten Laktosesensibilitätsstörung. Man muss hier auch klar unterscheiden zwischen wirklich laktoseintoleranten Menschen, die schwere Durchfälle und Darmkrämpfe bekommen, und Menschen, die eine sogenannte Laktosesensibilitätsstörung haben, die also eine bestimmte Menge an Milchprodukten vertragen und dann erst Probleme bekommen. Das würde ich dann nicht in die komplette Laktoseintoleranz packen. Allerdings muss man auch sagen, dass diese Angstmacherei vor Milchprodukten, vor tierischen Proteinen, vor überhaupt tierischen Nahrungsmitteln ganz viele Menschen auch glauben lässt, dass sie eine Laktoseintoleranz haben. Und da kann man eben auch nicht ausschließen, dass viele Menschen sich keinen Gefallen tun, wenn sie immer dann radikal alle Lebensmittel vermeiden. Auch fürs Mikrobiom ist das nicht besonders vorteilhaft, weil dieses liebt Varianz, Flexibilität, Variabilität. Das macht am Ende ein gutes Mikrobiom aus, was eine gute Funktion hat. Weil, um auch mal das gleich zu sagen, viele Menschen lassen sich ihr Mikrobiom bestimmen. Dabei ist das völliger Blödsinn, weil wir wissen gar nicht, was das perfekte Mikrobiom ist. Tatsache ist, ein Mikrobiom ist sehr individuell, ist auch nur teilweise von der Ernährung abhängig und entscheidend ist, wie funktioniert mein Mikrobiom, wie viele gute kurzkettige Fettsäuren werden produziert. Ja, es gibt so viele Mythen, da bräuchten wir möglicherweise ein paar Tage.
Tarik: Aber Daniela, was machen denn jetzt die Leute, die laktoseintolerant oder sensibel sind, aber total verrückt nach Milch sind? Also Milch lieben? Hast du Tipps für die?
Daniela Kielkowski: Na ja, wenn sie jetzt speziell auf Milch stehen, dann gibt es ja auch die laktosefreie Milch. Das wäre nicht das Problem. Aber in der Tat muss man einfach auch sagen, Laktose verschwindet ja auch in bestimmten Milchprodukten oder reduziert ihren Anteil durch die Verarbeitung. Nehmen wir mal z.B. Käse, ne? Es gibt den laktosefreien Käse zu kaufen und der ist irre teuer. Für laktoseintolerante Menschen oder Menschen, die nicht so viel vertragen, die müssen dann immer diesen ganz teuren Käse kaufen. Aber je älter z.B. ein Käse ist, desto weniger Laktose hat er überhaupt. Das heißt, wenn ich einen alten Gouda mal ausprobiere, merke ich vielleicht, dass ich ihn ganz gut vertrage. Was auch ganz interessant ist: Die fermentierten Milchprodukte, wie Quark, Joghurt, Buttermilch, Kefir, haben auch einen geringen Anteil an Laktose. Das liegt einfach am Fermentationsprozess. Z.B. Magerquark hat so gut wie gar keine Laktose. Ist sogar auch für Menschen geeignet, die laktoseintolerant sind. Der Vorteil ist, er hat einen hohen Eiweißgehalt, da ist Laktose fast überhaupt nicht drin. Kann man also auch mal versuchen im Vergleich zum laktosefreien Quark.
[19:00] Thema: Persönliche Ernährungsgewohnheiten und die Bedeutung des Frühstücks
Tarik: Du hast vorhin erzählt, dass du niemals deinen Patientinnen raten würdest, sich dauerhaft Low Carb zu ernähren. Du bist ja nicht nur Expertin, du bist nicht nur Ärztin, du bist ja auch Verbraucherin. Und da will ich jetzt mal wissen als kleine Verbrauchermaus: Was landet denn bei dir auf dem Teller?
Daniela Kielkowski: Ich würde sagen, dass ich mich sehr ausgewogen ernähre. Weil ich so auch geprägt wurde, auch in meiner Kindheit. Allerdings bin ich in der DDR aufgewachsen und wir hatten sehr wenig hochverarbeitete Lebensmittel. Ich würde behaupten, das war sogar ein großer Vorteil. Ja, die DDR war ja ein kleines Land, was sich sozusagen selbst versorgen konnte. Wir mussten nicht viele Lebensmittel importieren, weil wir waren ja auch nicht so viele, ich glaube nur 15 oder 16 Millionen. Und für mich ist ganz wichtig: Ich frühstücke immer, und zwar so wie ich Hunger habe, und wenn es vier Scheiben Brot sind. Ich muss sagen, heute in den Wechseljahren meide ich Weißmehl in Form von Weißbrot oder weißen Brötchen. Mal ein Croissant, ja, aber grundsätzlich esse ich sehr viel Vollkornbrot. Das liegt aber auch daran, dass ich nicht immer die Gemüsemenge schaffe, die empfohlen wird. Und Vollkornbrot liefert schon mal per se viel Ballaststoffe. Ja, aber ich denke natürlich auch anders.
Tarik: Und was kommt dann auf Brot drauf?
Daniela Kielkowski: Ich mache z.B. Käse rauf. Ich esse auch sehr gerne mal Schinken. Ich mache sehr gerne Ei aufs Brot. Ich mache aber auch sehr gerne Frischkäse aufs Brot mit Radieschen und mit Gurken. Also, ich würde sagen, der klassische Mischköstler. Worauf ich auch achte, ist, dass ich wirklich immer mittagesse. Und das ist manchmal im Praxisalltag überhaupt nicht einfach. Aber ich habe was Schönes eingeführt: Meine Mitarbeiter dürfen sich immer Mittagessen bestellen.
Tarik: Auf deinen Nacken.
Daniela Kielkowski: Ja, auf meinen Nacken, weil es kann man steuerlich in der Tat nicht absetzen, aber ich habe tolle Mitarbeiter. Und wir haben einen Vietnamesen, wir haben einen Griechen und wir haben einen Italiener und sie dürfen sich immer etwas zum Mittag bestellen und das hat den Riesenvorteil, dass mich auch immer jemand mittags fragt, was ich heute essen möchte und dann steht's einfach da.
Tarik: Und sag mal, du hast ja gerade gesagt, dass du immer darauf achtest zu frühstücken, egal wie viel oder zu wenig, so wie es dann gerade für dich passt. Was man ja auch ganz oft hört, ist: Lasst das Frühstück weg, wenn ihr irgendwie abnehmen wollt, wenn ihr gesund leben wollt, wenn ihr schlank sein wollt, was auch immer. Was sagst denn du eigentlich dazu?
Daniela Kielkowski: Mhm. Wie ich eingangs gesagt habe, haben wir in der Ernährung überhaupt keine kausalen Daten dafür, was wirklich gesund und was ungesund ist. Wenn ich jetzt gesagt habe, dass ich in den 20 Jahren 17.000 Menschen mit Gewichtsproblemen behandelt habe, dann kann ich dir sagen, dass ich würde sagen 90 % nie gefrühstückt haben, und sie hatten in den jungen Jahren weniger Probleme und je älter sie werden, desto problematischer wird das. Und es liegt eben auch daran, abends die Hauptmahlzeit zu haben, dann hast du morgens keinen Hunger. Es gibt doch diesen schönen Spruch: Frühstücken wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler. Wenn du das jetzt mal auf die Biochemie unseres Körpers überträgst, dann kann man ganz klar sagen: Die höchste Leistungsfähigkeit hat unser Körper morgens. Ist ja klar, selbst der mieseste Stoffwechsel hat morgens seine Sternstunde, weil wir aus der Nachtruhe kommen. Gleichzeitig beginnen wir mit unserem Tageswerk. Das heißt, wir verbrauchen die meiste Energie. Wenn ein gesunder Körper eine schöne metabolische Flexibilität hat und das ausgleichen kann, wenn ich nicht frühstücke, wird halt meine Energie aus dem Fett bezahlt. Dann ist alles schick. Wenn ich aber ein Gewichtsproblem habe, ein Stoffwechselproblem habe, weil ich bereits eine Fettverbrennungsstörung habe oder mein Gehirn sagt, ich lass mir das einfach nicht mehr gefallen, dass ich hier immer in Vorleistung gehen muss mit der Energie, weil ich einfach keine Einnahmen habe. Die Nahrung ist ja das Einzige, was an Energie von außen kommt. Ja, es ist das Einkommen, was wir unserem Körper bezahlen. Dann ergibt es Sinn zu frühstücken, weil man damit das System entlastet.
[23:45] Thema: Tipps für den Stoffwechsel und ganzheitliche Gesundheit
Tarik: Daniela, was können wir denn für unseren persönlichen Stoffwechsel tun?
Daniela Kielkowski: Klingt jetzt ein bisschen blöd, aber das Erste, was mir einfällt: Lernen, ihn zu verstehen. Wenn ich ein Gefühl für meinen eigenen Stoffwechsel habe, wenn ich mich dafür interessiere, dann werde ich mich in Zukunft viel besser vor Trends schützen können, die ihn am Ende immer schwächer und möglicherweise auch kränker machen. Das Zweite ist, immer für regelmäßige Mahlzeiten sorgen, sodass man wirklich morgens und mittags wieder lernt, die Hauptmahlzeiten zu essen, einfach um das System nach hinten, wenn es regenerieren soll, zu entlasten und nicht die Hauptmahlzeit am Abend zu essen. Was auch ein ganz wichtiger Faktor ist, ist natürlich auf Proteine zu achten. Viele Menschen meiden auch aus gesellschaftspolitischen Gründen Eiweiße, das ist doch ein ganz wichtiger Baustein. Und als Letztes sage ich immer: der soziale Stabilitätsfaktor. Lernen, dass man wirklich zufrieden ist, in erster Linie mit sich selbst, ja, um sich gegen alle möglichen negativen Einflüsse gut zu schützen.
Tarik: Und sag mal, wenn ich jetzt zu dir kommen würde in deine Praxis und ich hätte die große Bitte: Meine Güte, ich möchte meinem Stoffwechsel gern was Gutes tun. Welche drei Gerichte würdest du mir denn empfehlen?
Daniela Kielkowski: Ich würde dir gar keine drei Gerichte empfehlen, sondern ich würde dir einfach die drei Hauptkomponenten empfehlen, wie Eiweiß, Proteine sozusagen und da würde ich einfach ein bisschen hochrechnen, wie groß du bist, was du für eine Muskelmasse hast, das kann man ja heute alles wunderbar vermessen. Ballaststoffe, was immer wieder unterschätzt wird. Ja, weil die Ballaststoffe sozusagen die Nahrung für unser Mikrobiom im Darm sind.
Tarik: Wo krieg ich die am besten her?
Daniela Kielkowski: Vollkornprodukte, Gemüse. Das Mikrobiom im Darm hat in der Tat einen sehr, sehr großen Einfluss auf unseren gesamten Stoffwechsel. Gerade die kurzkettigen Fettsäuren, das sind Stoffwechselendprodukte unserer guten Darmbakterien und die ernähren sich durch Ballaststoffe. Die ernähren sich aber im Übrigen auch extrem gut über fermentierte Milchprodukte und auch über die Milch und deswegen – das ist viel, viel wichtiger als die einzelnen Gerichte. Und dann auch ganz wichtig: Kommen wir weg davon zu behaupten, dass Langlebigkeit durch die Ernährung gesteuert wird. Es ist nur ein ganz kleiner Puzzlestein. Erstmal wissen wir heute immer noch nicht, wie Menschen 120 Jahre alt werden, auch wenn es schon ganz viele Experten gibt, die dir sagen, wie es geht. Den Beweis dafür haben sie nicht, sondern es geht darum: Wie funktioniert mein Stoffwechsel, wie wird Sauerstoff verwertet im Körper, wovon stellt das Gehirn Energie her, wie regeneriert mein System im Schlaf, was habe ich für Entzündungsparameter, stille Entzündungen, die so langsam, aber sicher uns krank werden lassen, ohne dass wir das auf eine ungesunde Lebensweise übertragen. Und zu einer gesunden Lebensweise gehört die Ernährung zu einem kleinen Teil, unser Stresslevel, unsere Bewegung, Nichtbewegung, unser Schlafverhalten, aber auch unsere soziale Stabilität. Regen wir uns schnell auf, lassen wir uns schnell verunsichern, können wir nicht nein sagen, sind wir der Meinung, dass alle Probleme unsere Schuld sind? Das sind ganz entscheidende Faktoren. Ich will damit nur sagen: So wie die Ernährung bei einem ungesunden Lebensstil nur ein kleiner Teil des Problems ist, so ist die Ernährung auch in einem gesunden Lebensstil nur ein kleiner Teil der Lösung.
[28:30] Thema: Fazit, wichtigste Take-aways und Outro
Tarik: Daniela, wir haben jetzt schon sehr, sehr viele Tipps, sehr, sehr viel Wissen von dir bekommen. Wenn du noch einmal die drei wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen würdest, jetzt am Ende zum Thema Milchkonsum und Stoffwechsel und Langlebigkeit, welche drei wären das?
Daniela Kielkowski: Okay, fangen wir mit der Milch an. Sie wird sehr verteufelt in der heutigen Zeit, auch die Milchprodukte. Und da kann ich nur sagen, die Milch alleine ist überhaupt kein Problem. Sie hat große Vorteile. Sie kann Nachteile haben für Menschen, die sie nicht gut vertragen, aber die Milch hat gute Nährwerte, gute Nährstoffe. Gerade auch die fermentierten Milchprodukte wie Joghurt, Buttermilch, Kefir, Käse haben einen sehr guten Einfluss auf unser Mikrobiom. Langlebigkeit: Da bin ich, da fehlen mir noch die Daten, wie wir 120 Jahre alt werden, sondern es geht darum, wie bleiben wir lange gesund, weil die Daten gibt es in der Tat, dass wir schon zwar sehr alt werden heute, aber schon sehr früh anfangen, chronische Erkrankungen zu bekommen. Und ich würde Langlebigkeit lieber mit langer Gesundheit zusammenbringen und dazu gehört ein gesunder Lebensstil. Kohlenhydrate sind richtig cool. Die Kohlenhydrate entlasten unser System, erfreuen unser Gehirn und bringen dadurch den Stoffwechsel wirklich in Schwung. Die guten Kohlenhydrate, nicht die Marshmallows.
Tarik: Ihr Lieben, das war unsere Stoffwechsel-Folge von Let's Talk Milch. Ich weiß jetzt, wie wichtig der Stoffwechsel für mein Wohlbefinden und gesundes Altern ist und dass man ihn mit der richtigen Ernährung unterstützen kann. Also immer schön ausgewogen, Eiweiß und Kohlenhydrate futtern und gern auch mal was Fermentiertes aus Milch. Daniela, vielen Dank für die spannenden Einblicke und dein fundiertes Wissen. Danke dafür und an euch da draußen: Glaubt nicht blind jedem KI-Snippet, sondern schaut gerne mal in die Quellen und fragt nach dem Warum. Mehr Wissen und Fun Facts rund um Milch gibt's übrigens auf dem Insta-Kanal von uns: Milch macht's. Schaut da gerne mal vorbei. Danke fürs Zuhören. Bleibt neugierig und kritisch und wir sehen und hören uns beim nächsten Mal. Tschüss. Daniela, vielen, vielen Dank. Sag mal, wie hat es sich angefühlt bei einer Premiere mit dabei zu sein? Das ist iconic, oder?
Daniela Kielkowski: Ja, ist großartig. So besser wird's nicht. Ich würde jetzt auch behaupten, ich war noch nie bei einer Premiere.
Tarik: Jeder Zweite fragt KI nach Ernährungstipps. Die Antwort meistens: Lass das weg. Aber was bedeuten hochwertiges Eiweiß und Kohlenhydrate wirklich für deinen Stoffwechsel? Wir klären auf. Wissenschaftlich fundiert und ohne Pauschalurteile. Unsere allererste Video-Podcast-Folge, die gibt's jetzt überall, wo es Podcasts gibt. [Podcast-Outro Musik]
„Kohlenhydrate entlasten unser System, erfreuen unser Gehirn und bringen dadurch den Stoffwechsel wirklich in Schwung.“
Daniela Kielkowski
Die Ärztin und Ernährungsmedizinerin aus Berlin hat sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen die Funktion des Stoffwechsels näherzubringen. Im Gegensatz zu den Aussagen populärer Low-Carb-Trends vertritt sie die Ansicht, dass Kohlenhydrate entscheidend für einen gesunden Stoffwechsel sind. Ihre Sichtweise hebt sich von kurzlebigen Hypes ab und ordnet die Milch als komplexes Lebensmittel (Nährstoff-Matrix) sachlich in die moderne Ernährung ein.
Hier geht es zur Website von Daniela Kielkowski
Daniela Kielkowski auf Instagram
Der Moderator und Podcaster ist bekannt aus dem Online-Format „Jäger & Sammler“ im ZDF und der Talkshow „deep und deutlich“ im NDR. Im Podcast „Tratsch & Tacheles“ spricht er mit der Moderatorin Hadnet Tesfai offen und ehrlich über die latest News aus der Popkultur. Mit seinen glamourösen Fashion-Statements auf seinen Social-Media-Kanälen gilt Tarik als der deutsche Billy Porter.

