Podcast #11
Vegetarisch, flexitarisch, Clean eating – wir sprechen im Event-Podcast mit Expert:innen über Essenstrends, warum pflanzenbetonte Ansätze sinnvoll sind und nachhaltige Ernährung auch Milchprodukte zulässt.
Ob Kochmuffel oder Familienküche – eine klimafreundliche und moderne Ernährung ist einfach umsetzbar und alltagstauglich. In unserer Foodie-Folge sprechen wir darüber, dass eine pflanzliche Ernährung mit Milch nicht nur möglich, sondern auch nachhaltig, gesund und genussvoll ist. Den Rahmen steckt unsere Talkrunde “Veggie, flexi,...was?”, in der wir bei den Profis nachgefragt haben: Was bedeutet regional, saisonal, pflanzenbetont oder Beyond Food, wenn wir über nachhaltige Ernährung sprechen? Gemeinsam mit Neo-Ökologe und Food-Trendforscher Daniel Anthes, der Ökotrophologin Dr. Silke Lichtenstein und Content-Creatorin Valeska blicken wir in die Zukunft auf unseren Tellern, reflektieren über unseren (Milch-)Konsum, klären wie identitätsstiftend unser Essen für uns ist und ab wann Foodismus zum Foodmentalismus wird.
Alle Folgen findet ihr auf Apple Music, Spotify und Deezer.
Podcast: Veggi, flexi,...was? – jetzt anhören!
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[00:00] Begrüßung und Vorstellung der Gäste
[Podcast-Musik]
Tarik: Willkommen bei Let's Talk Milch, dem Podcast der Initiative Milch. Wisst ihr, was Sterneküche, Celebrities, Jungbäuerinnen, Food-Startups und Latte-Art-Künstler:innen vereint? Ich bin Tarik und verrate es euch hier bei Let's Talk Milch. Hi und herzlich willkommen beim Roundtable „Veggie, Flexi, was?“ von der Initiative Milch. Schön, dass ihr mit dabei seid. Mein Name ist Tarik und gemeinsam mit drei tollen Gästinnen wollen wir heute mal schauen, wie eine gesunde und auch nachhaltige Ernährung ausschaut und welche Rolle dabei Milchprodukte spielen. Nachhaltigkeit ist ja bei vielen von uns ein großes Thema. Wir fahren Zug statt Auto, wir kaufen gerne auch mal Second-Hand-Kleidung und auch bei Ernährung achten wir darauf, dass vieles umweltbewusst und auch fair ist. Wenn man sich aber mit dem Thema auseinandersetzt, dann merkt man ganz, ganz schnell: Huiuiui, es gibt immer wieder neue Empfehlungen, neue Begriffe. Regional, saisonal, pflanzenbetont, nährstoffreich, Beyond Food etc. Und ganz ehrlich, da kann man schon mal den Überblick verlieren. Aber keine Panik auf der Nachhaltigkeits-Titanic, denn jetzt kommen wir ins Spiel. Wir werden euch die neuen Empfehlungen, die neuen Ernährungstipps erklären. Was ist neu? Was ist vielleicht gar nicht so neu und welche Tipps haben unsere Gäste parat, auch wenn es um das Thema Milch geht? Erstmal schön, dass ihr heute mit dabei seid, und zwar Valeska, Daniel Antes und Dr. Silke Lichtenstein.
Dr. Silke Lichtenstein: Vielen Dank für die Einladung.
Daniel Antes: Hi.
Valeska: Hi.
Tarik: Sehr, sehr gerne. Ich stelle euch drei noch einmal schnell vor. Ich fange bei dir an, Dr. Silke Lichtenstein. Silke, du bist Ökotrophologin. Jetzt meine Frage: Was ist eine Ökotrophologin?
Dr. Silke Lichtenstein: Das ist eigentlich die Übersetzung für Haushalts- und Ernährungswissenschaften. Wenn man einen Begriff verwenden will, ist es die Versorgung von Menschen, aber ich habe auch den Schwerpunkt Ernährung studiert, also die Linie Ernährungswissenschaft.
Tarik: Also man kann sagen, du bist auf jeden Fall Ernährungsexpertin und deswegen ja auch heute hier. Du bist aber auch Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin bei der Dr. Rainer Wild-Stiftung, und das ist eine der wichtigsten Plattformen für den wissenschaftlichen Dialog über gesunde Ernährung. Herzlich willkommen!
Dr. Silke Lichtenstein: Danke dir.
Tarik: Und Daniel Antes ist auch mit dabei. Du bist Trendforscher und du sagst von dir selbst, dass du für die Themen Zukunft und Nachhaltigkeit brennst. Dein Lieblingsthema ist Food, und ich würde mal sagen: Herzlich willkommen. Du bist hier heute sowas von richtig, denn wenn jemand weiß, was wir in Zukunft gerne futtern wollen, dann bist das auf jeden Fall du.
Daniel Antes: Ich hoffe. Vielen Dank für die Einladung.
Tarik: Sehr, sehr gerne. Valeska, dich kennen viele von Social Media, dich kennen auch einige bestimmt vom Let's Talk Milch Podcast, denn da warst du schon. Auf Social Media, auf Insta, folgen dir mehr als 60.000 Follower:innen und viele feiern deine Insta-Kochstorys. Du bist zum siebten Mal Mutter geworden und ich würde sagen, auch bei dir gilt: Wenn jemand weiß, was Familien essen und was auch die jungen Leute gerne essen, dann bist das auf jeden Fall du.
Valeska: Das hoffe ich doch.
[03:45] Was bedeutet gesunde Ernährung?
Tarik: Schön, dass ihr alle da seid. Aber Silke, bevor wir jetzt so ganz tief in das Thema Essen und Nachhaltigkeit einsteigen, lass uns mal basic beginnen. Das Wort „gesunde Ernährung“ ist ein sehr, sehr großes Wort. Was würdest du denn sagen als Ernährungswissenschaftlerin: Was ist denn eine gesunde Ernährung und welche Rolle spielen dabei auch Milchprodukte?
Dr. Silke Lichtenstein: Also grundsätzlich ist das gesund, was uns guttut. Es ist so banal oder klingt auch so. Und ich glaube, das ist das, was es so schwierig macht, weil es gibt „die“ gesunde Ernährung oder „die“ gesunden Lebensmittel – das sind ja die Kategorien, die auch gerade hier zum Thema gemacht werden – die gibt es halt leider so nicht. Es gibt kein Schwarz und Weiß in der Ernährung, und jeder darf und muss aber auch seinen eigenen Weg finden. Und da ist das Wohlbefinden ein ganz guter Indikator. Es gibt eine Ausgewogenheit, die man als gesund bezeichnen kann, die uns gesund erhält. Das heißt, ganz viele verschiedene Lebensmittel essen, also die gesamte Bandbreite, und da gibt es eine ganze Menge. Und dann im Rahmen dieser Vielseitigkeit – und ich sage jetzt mal Getreide, Obst, Gemüse, also wirklich aus der ganzen Fülle zu schöpfen – und dann in sich noch mal abwechslungsreich zu essen. Also verschiedene Gemüsesorten, verschiedene Getreidearten. Und dann ergänzen durch tierische Produkte, und darauf kommt es aber auch an, weil die tierischen Produkte ja letzten Endes, und da spielt Milch eine große Rolle, das noch mal ergänzen, um ganz wichtige lebensnotwendige Nährstoffe zu liefern: Mineralstoffe, Vitamine. Und ja, also gerade vor dem großen Thema Nachhaltigkeit wissen wir: Fleisch wird zu viel gegessen in Deutschland, sollten wir zurückfahren, oder sollten wir zu so einer Normalität zurückkehren mit weniger Fleisch. Und da können eben die Milchprodukte auch einen sehr guten Beitrag leisten und Nährstoffe bringen.
Tarik: Im Titel heißt es ja „Veggie, Flexi“. Was sind denn so die Ernährungsformen in Deutschland, die so Top 3 sind? Was würdest du sagen?
Dr. Silke Lichtenstein: Na ja, definitiv eben vegan, vegetarisch, also auch flexitarisch – da ist ja ein gewisser Anteil oder eine Ausnahme mit Fleisch auch noch mal dazu, aber dann auch eine gute Auswahl oder eben auch hochwertiges Fleisch, nachhaltig erzeugtes Fleisch zu essen. Und das, was glaube ich auch immer noch so mitschwingt, ist dieses Clean Eating, also da, wo man sich eben auch besondere Qualitätsmerkmale oder besondere Lebensmittel aussucht. Aber da ist eigentlich auch mehr oder weniger eine Auswahl nach meinem eigenen Maßstab.
Tarik: Und würdest du sagen, dass Ernährungstrends etwas Neues sind oder gab es die eigentlich schon immer?
Dr. Silke Lichtenstein: Die gab's schon immer. Ganz viel von dem, was heute aktuell ist, das hat eigentlich so die Wurzeln bis in die Antike. Also es ist ganz spannend, was da auch immer wieder kommt.
Tarik: Was wäre das zum Beispiel?
Dr. Silke Lichtenstein: Der Veganismus, vegetarisch. Das gibt's wirklich tatsächlich auch in allen... ja, also letzten Endes waren es früher so die philosophischen Lehren, die das mitgetragen haben, dass man sich eben auch andere Wege gesucht hat zu einer inneren Reinheit oder einer körperlichen Reinheit. Da spielt auch Verzicht eine Rolle, ne? Also das gab's schon immer. Und dann gab's auch Trends, die so ein bisschen auch mit Krankheiten zu tun haben. Auf „glutenfrei“ spiele ich jetzt an. Das sind Kostformen, die eigentlich zur Behandlung von Erkrankungen da waren oder auch da sind, die jetzt aber Eingang finden in solche Ernährungsweisen, die vermeintlich gesund erhalten sollen, ja, oder dass man auf Weizen verzichtet.
Tarik: Was war so vor 20 Jahren essensmäßig woke und was würdest du sagen, ist es heute?
Dr. Silke Lichtenstein: Also vor 20 Jahren würde ich mal so reflektieren, da war ich ja schon beruflich mit dem Thema Ernährung befasst. Da war wirklich dieser ähnliche Glaubenskampf, wie wir ihn jetzt heute auch haben. Ich will es wirklich mal so nennen, ne? Diese Überzeugung, die da gegeneinander stand zwischen Fett und Kohlenhydraten. Das ist ja was, was jetzt auch noch mal vor drei Jahren eigentlich ganz aktuell war. Low Carb, High Fat und wieder Low Fat.
[08:20] Essen als Identität und der emotionale Aspekt
Tarik: Du hast es gerade schon Glaubenskampf genannt und wir müssen darüber reden, dass, wenn es um verschiedene Ernährungsformen geht, es auch mal schnell ein bisschen hitzig und auch emotional werden kann. „Du isst das Falsche, das ist das Richtige, hör auf damit. Was soll das, du bist raus.“ Warum eskaliert es manchmal relativ schnell, wenn es um so etwas vermeintlich Simples wie die Art und Weise, wie wir essen wollen, geht?
Dr. Silke Lichtenstein: Na ja, ich glaube dann vielleicht auch noch mal so grundsätzlich gesagt: Essen vereint Biologie und Kultur. Essen ist Teil unserer Lebensweise, ist Teil auch unserer Lebenseinstellung oder Lebenshaltung und auch Teil des Alltages oder der Alltagskultur, wie man auch so sagt, das heißt unseres Zusammenlebens. Es hat wirklich auch ganz, ganz hohes Gewicht für soziale Gemeinschaften oder eben auch Festlichkeiten und sowas. Jeder kennt das ja. Und worauf ich hinaus will, ist, dass eben die Abgrenzung da auch immer schon eine große Rolle gespielt hat. Also dieses sich Identifizieren mit bestimmten Ernährungsweisen heißt eben auch nach außen zu signalisieren, wo man dazugehören möchte. Und das ist aktuell sehr stark, weil die Gesellschaft einfach im Wandel ist und sich ganz viel tut, und diese Normalität, die wir ja auch so kannten, diese überlieferte gutbürgerliche deutsche Küche, die ist komplett weg. Und das ist gar nicht so falsch, dass es so viel Vielseitigkeit gibt. Habe ich ja gesagt, Vielseitigkeit ist ganz entscheidend für die gesunde Ernährung, und heute haben wir auch eine kulturelle Vielfalt, ganz viele Küchenformen. Ich finde es eigentlich schade, dass es so aufgeladen ist, weil eigentlich ist es was sehr Wertvolles, so miteinander auch quasi mal auszufechten, wo man hingehen kann mit der Ernährung.
Tarik: Würdest du also sagen, dass es sowas wie „richtig“ oder „falsch“ eigentlich gar nicht gibt?
Dr. Silke Lichtenstein: Ja. Also vor allem, du hattest ja gesagt, wenn es so moralisch wird, ne? Oder wenn dann auch wirklich Grenzen überschritten werden, wenn Menschen irgendwie persönlich abgewertet werden oder vielleicht sogar vernichtet werden verbal, ne? Das haben wir ja auch in Social Media, weil sie bestimmte Dinge essen oder nicht essen. Das tut uns auch nicht gut, habe ich ja gesagt. Das ist so das, was dann auch zu weit geht.
Tarik: Kennt ihr beiden das aus eurem Freundinnen- oder auch Familienkreis, dass Diskussionen über Ernährungsformen passieren, und wie reagiert ihr darauf?
Daniel Antes: Ich bin ja Trendforscher, deswegen probiere ich gerne Sachen aus und nehme das dann gerne beispielsweise mal mit nach Hause an den Familientisch und sag: „Ich habe demletzt auf irgendeiner Messe das probiert.“ Und das sind mitunter ja sehr progressive Produkte, die noch in der Nische sind. Und wenn dann meine Eltern davon hören, dann ist eher mal so direkt so eine gewisse Zurückhaltung. Also wir reden ja auch gerne von Neophobien. Und diese Neugierde ist dann mitunter einfach nicht so ausgeprägt wie bei mir. Und dann braucht man immer erstmal Überzeugungsarbeit, das zu kontextualisieren. Was will dieses Produkt vielleicht besser machen im Vergleich zur Vergangenheit? Und hey, es macht manchmal Spaß, wenn wir Habitualisierungen oder Gewohnheiten versuchen zu durchbrechen. Da ich selbst jetzt aber nicht einer gewissen Diät fröne oder sehr extrem bin, bin ich jetzt nie in irgendwelchen, ich sage mal, Gräben und kämpfe da beispielsweise aufgrund meiner Überzeugung. Deswegen, ich bin da eigentlich auch bei Silke, dass das mitunter immer ein gesundes Maß braucht, eine Balance und eher einen konstruktiven Dialog vor dem Hintergrund dessen, was wir als Gesellschaft für Herausforderungen haben. Sei es die Gesundheit oder die Nachhaltigkeit betreffend. Und sobald dann ja dieser Foodismus, also die Passion für Essen, zu einem Fundamentalismus wird, dann wird das einfach schwierig. Weil sobald wir dieses Symbol der Ersatzreligion wirklich so ernst nehmen und Leute bekehren wollen, kommt es eben zu Reaktanz, kommt zu Abwehr. Und das ist auch voll normal, weil der Mensch sich, glaube ich, in diesem sehr privaten und sehr intimen Bereich – vielleicht der letzte private und intime Bereich überhaupt in unserem Leben – nicht reinreden lassen will. Weil das ist das, was in der Regel noch daheim passiert in den eigenen vier Wänden. Und alles, was Arbeiten, Wohnen, mobil sein betrifft, ist irgendwo öffentlich und für andere einsehbar, aber Essen ist mitunter noch so ein Ding, da ist der Deutsche sehr: „Hey, komm, hier ist jetzt eine Grenze.“ Deswegen braucht es schon eine gewisse Art von Kommunikation.
Tarik: Valeska, wie ist das bei euch? Treffen bei euch eigentlich verschiedene Ernährungsformen schon am Familientisch aufeinander und prallen vielleicht auch ein bisschen aufeinander?
Valeska: Also, wir haben ja tatsächlich einen einzigen Vegetarier in der Familie, das ist mein Mann, und der bereitet aber das sensationellste Fleisch zu und hat damit auch überhaupt kein Problem, das für uns zu kochen. Und innerhalb der Familie haben wir da überhaupt keine Diskussion. Ich merke das aber tatsächlich, wenn ich meine Kochstorys drehe und Fleisch zeige, dass dann doch die eine oder andere mir dann auch mal ein kotzendes Emoji schickt, womit ich wenig anfangen kann, weil ich finde, man sollte doch irgendwie ein freundliches Miteinander haben und das bringt dich ja nicht weiter, wenn du sowas verschickst. Dann solltest du dir vielleicht die Kochstory einfach nicht anschauen.
Tarik: Ja. Oder einfach dann zu Hause auf das Fleisch verzichten, weil man es einfach selber nicht essen will. Ich glaube, wir sind uns alle einig darüber, dass es viele Ernährungsformen gibt und dass doch bitte jede Person für sich selber entscheiden sollte, was denn am besten passt oder vielleicht auch für eine gewisse Zeit passt. Also ich habe auch lange Zeit mal auf gewisse Produkte verzichtet, habe dann doch wieder Lust drauf gehabt, weil mein Körper scheinbar auch mir gesagt hat: „Hey, jetzt iss doch vielleicht doch noch mal eine kleine Pommes Currywurst.“ Und dann habe ich auch nicht nein gesagt, ne?
[14:10] Pflanzenbetonte Ernährung und die Rolle der Milch
Tarik: Silke, wir wollen ja heute auch ein paar Begriffe erklären, denn viele Menschen sind ja im Begriffswirrwarr. Was ist denn eine pflanzenbetonte Ernährung zum Beispiel?
Dr. Silke Lichtenstein: Ja, ich habe das ja vorhin schon so ein bisschen ausgeführt. Das ist eigentlich das, was wir schon immer empfehlen, also wirklich schon seit einigen Jahrzehnten, und es ist eigentlich nur ein neuer Begriff, um das vielleicht zu beantworten. Weil ich meine, wie es früher hieß, auch Clean Eating hat sehr viel mit Aufwertung zu tun. Und ich glaube, alleine dieses Wort ist jetzt nicht unbedingt so das, was heute noch so greift, aber in diesem „pflanzenbetont“ steckt schon auch ein ziemliches Gewicht, weil es geht ja hier um diesen großen Begriff – ich will den mal aufmachen – der planetaren Gesundheit. Also nicht nur die Gesundheit – du hast mich ja gefragt, was macht eine gesunde Ernährung aus – nicht die körperliche Gesundheit, sondern wirklich die der gesamten Ökosysteme und noch der Atmosphäre drumherum und auch aller Lebewesen inklusive Tier und Mensch. Und das vereint sich in diesem „pflanzenbetont“, glaube ich, gerade. Das ist aber nicht wirklich definiert. Das ist ja auch sowas, was diesen Umbruch gerade ausmacht, dass Worte gefunden werden. Und dieses „pflanzenbetont“, das spiegelt alles das eben auch wider, aber in sich die Ernährungsempfehlung. Und hier steht „betont“, nicht rein pflanzlich. Und das ist ausdrücklich so, das betone ich auch noch mal und macht auch etwas auf, was es so vorher wirklich noch nicht gab. Also das will ich auch als neuartig bezeichnen, dass man so große Kategorien schafft: pflanzlich gegen tierisch. Und das finde ich schon bemerkenswert, weil so funktioniert es natürlich überhaupt nicht, ne? So, und da wird alles in einen Topf geworfen und Pflanze steht aktuell wirklich für den guten Weg und vielleicht auch für den Strohhalm im wahrsten Sinne des Wortes für die Lösung der Ernährung für morgen, und das ist, glaube ich, neu.
Tarik: Das heißt dann aber quasi auch, dass pflanzenbetont nicht gleich vegan heißt.
Dr. Silke Lichtenstein: Nein, genau. Das heißt wirklich pflanzenbetont. Ja. Oder wenn man will, pflanzenbasiert. Das ist wirklich eine begriffliche Sache. Aber so funktionieren auch wir Menschen. Also das ist das, was unser Körper braucht.
Tarik: Du hast ja vorhin auch schon gesagt, dass Essen so viel mehr ist als rein Nährstoffe in den Körper zu geben, sage ich mal. Was sind denn neben dem die Funktionen von Essen auch so ein bisschen kulturell gesehen?
Dr. Silke Lichtenstein: Diese Zugehörigkeit, also kulturelle Identität, jeder kennt das Heimweh, ne? Die Lebensmittel, die einen mit Gefühlen oder mit Zugehörigkeit verbinden. Ich meine, wir haben das alle erlebt in der Pandemie. Ich glaube, diese Funktion haben wir alle erlebt, was uns fehlt, wenn wir nicht mehr gemeinsam mit Freunden kochen und essen können. Und das ist wirklich aber auch vielleicht sogar überwiegend das, was unser Handeln ausmacht oder Verhalten, wenn man es so bezeichnen will. Das, was wir wirklich jeden Tag tun, hat, glaube ich, sehr viel mehr mit diesen zusätzlichen Funktionen zu tun. Auch eben, sag mal, Lebenshaltungen zum Ausdruck zu bringen, Überzeugungen. Und noch ein Stichwort vielleicht reinbringen: Heute ist es eben auch wichtig, keinen Einheitsbrei zu essen oder irgendwie einer aus der grauen Masse zu sein. Und das ist, glaube ich, auch noch mal was, was gerade im Essen sehr präsent ist: Ich hebe mich ab von anderen und inszeniere mich auch oder optimiere mich auch, und das ist wirklich eine wichtige Funktion. Wir brauchen das auch, dieses sich ausdrücken können und vielleicht auch sowas wie Spiritualität, ne? Da gibt's auch diesen Begriff der Ersatzreligion. Das ist für uns halt auch wichtig.
Tarik: Silke, bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich jetzt gar nicht mehr so viel Milch trinke im Sinne von einem Glas Milch mal zwischendurch, aber ich jetzt nicht auf so Dinge wie Käse und Co. verzichten kann und möchte. Ist das etwas, was viele Menschen gerade herumtreibt?
Dr. Silke Lichtenstein: Ja, also das ist definitiv was, was wir schon sehen in den Statistiken auch, ne? Also, man hört ja immer, es wird immer weniger Milch getrunken. Wir erleben das auch: Hafermilch, ne, zunehmend gerade so im Kaffee findet große Beliebtheit. Aber wir haben auf der anderen Seite eben schon auch jetzt eher die höhere Nachfrage nach Käse, also so eine Verschiebung, wenn man so will, eben auch in so ein sehr genussvolles Lebensmittel, was ja auch sehr vielseitig wieder sein kann. Also da sieht man auch, wie sich eben Gewohnheiten verändern, dass so dieses Trinkmilch, die gute gesunde Milch, das hat sich jetzt mehr oder weniger verflüchtigt und es gibt aber einfach eine Verschiebung dann hin zu anderen Milchprodukten. Ja, also überwiegend eben auch der Käse oder auch andere gesäuerte Produkte.
Tarik: Und sag mal, gibt es so etwas wie einen Dauerbrenner weltweit, wenn es um Ernährung geht? Also, gibt es etwas, was uns in den Unterschiedlichkeiten der Kulturen, was das Essen anbelangt, vielleicht auch vereint, also etwas, was schon immer überall ging?
Dr. Silke Lichtenstein: Es ist tatsächlich so, dass wir Menschen ja auch, ich sag mal, uns weiterentwickelt haben evolutionsbiologisch oder menschengeschichtlich, wenn man das so nennen will, dass wir tatsächlich auch über tierische Lebensmittel einfach uns weiterentwickeln konnten in der Art und Weise. Und Fleisch war schon immer sehr knapp und es ist es auch heute noch, aber Milch oder Milchprodukte und vor allem halt die haltbar gemachte Milch, gesäuert oder auch Käse, das sind halt Dinge, die es wirklich tatsächlich in sehr, sehr vielen Esskulturen weltweit gibt. Und deswegen finde ich auch Milch ein unglaublich spannendes Lebensmittel, weil es ist ja eigentlich ein Naturprodukt und trotzdem so etwas, was bis heute in den unterschiedlichsten Facetten und gerade in diesem multikulturellen Essen, was wir auch heute in Deutschland haben, sehen wir das halt wirklich, dass diese Produkte da tatsächlich sowas wie ein Dauerbrenner sind, und das finde ich ganz toll. Es gibt immer noch was Neues: Ghee oder Lassi, solche Dinge waren ja vor 20 Jahren vielleicht noch nicht so präsent.
[21:30] Ernährungstrends: Flexitarismus, Prosumenten und Transparenz
Tarik: Dann lasst uns jetzt gerne vom Dauerbrenner hin zum Trend. Daniel, das ist dein Department, würde ich mal sagen. Was sind denn so die Trends, wenn es um das Essen von morgen geht?
Daniel Antes: Also, das verhält sich ähnlich wie mit den Ernährungsformen. Es gibt nicht „diesen einen“ Trend. Und das lässt sich in der Regel dann in den Medien oder wenn Unternehmen das in ihre PR oder Marketing-Kampagnen packen relativ einfach darlegen, dass man immer eine schöne Headline hat und „die Zukunft ist flexitarisch“, „ist Beyond Meat“, „ist Insekten“ oder was auch immer. Das macht erstmal eine gute Headline und erzeugt Aufmerksamkeit, aber verzerrt definitiv unsere Wahrnehmung von dem, was eigentlich passiert. Als Trendforscher gucke ich nicht in eine Glaskugel oder in die Zukunft, sondern ich beobachte die Gegenwart, weil die Zukunft passiert eben im Heute und Hier. Und das macht's eigentlich voll spannend, weil hier ist sie greifbar und hier ist sie gerade im Entstehen. Und dementsprechend gibt es so gesehen viele Strömungen, wo wir merken, die Gesellschaft verändert sich aufgrund von Megatrends. Das ist sowas wie die Gesundheit, wie die Nachhaltigkeit, wie die Mobilität, aber auch die Globalisierung. Und das macht's eigentlich sehr spannend, weil man weiß, es passiert gerade sehr viel. Und mitunter sind diese Strömungen dann auch – das ist eben auch angesprochen worden – ein bisschen widersprüchlich, weil unser Hirn mag es eigentlich, wenn Sachen einfach sind. Deswegen im Idealfall können wir sagen: Zukunft ist linear. Gestern war es so, heute ist es so, deswegen ist es morgen so. Also gucken wir auf den Milchkonsum: Ist halt rückläufig. Ideale Erzählung ist: In Zukunft trinken wir keine Milch mehr. Aber das ist falsch, weil das geht an der Komplexität unserer Gesellschaft vorbei. Und es gibt da immer so gesehen Trend und Gegentrend. Du hast auch von Veganismus und Fleischkonsum gesprochen. Wenn ich nachher wieder an den Bahnhof gehe und schaue die Magazine an, in der Regel mit der höchsten Auflage, habe ich da die „Vegan“ und die „Beef“ direkt nebeneinander da liegen. Und wir fragen zwangsläufig: Werden wir jetzt alle Veganer:innen oder bleiben wir die Karnivoren, die wir vielleicht mal waren? Zukunft passiert in der Regel eben dazwischen. Das heißt, zwischen den Extremen, weil nur da ist sie so gesehen massentauglich, ist sie mainstreamfähig. Und deswegen haben wir den Flexitarismus als große Veränderung unserer Zeit, wo jetzt je nach Studie die Hälfte oder 60 % der Haushalte sagen: Wir reduzieren den Fleischkonsum, aber achten auf Dinge wie Qualität, Herkunft, Transparenz. Und das verhält sich so gesehen mit vielen Ernährungstrends so. Und deswegen dürfen wir uns da, so gesehen zu Beginn, nicht täuschen lassen von dem, was wir mitunter in den Medien lesen oder von Unternehmen hören. Es ist deutlich komplexer und es gibt viele, so gesehen, Trends.
Tarik: Du hast gerade Milch schon selber angesprochen und aber auch gesagt, dass du nicht gerne in die Glaskugel guckst. Aber wenn du mal in die Glaskugel gucken würdest: Welche Rolle spielt denn für dich Milch in der Zukunft, wenn es um Ernährung geht?
Daniel Antes: Also, man kann natürlich sagen, das ist relativ einfach. Ich glaube, zwei Drittel der deutschen Haushalte trinken noch regelmäßig Milch oder verzehren Milchprodukte. Deswegen ist es Mainstream und sowas wird von heute auf morgen nicht verschwinden. Auch wenn wir von Trends reden, das sind oft Nischenprodukte, bis die in den Mainstream kommen, dauert das. Das Spannende an Milch ist eben, wir haben es schon gehört, es ist so eine gewisse kulturanthropologische Konstante gewesen, weil sie schon so lange da ist, aber auch so viel an ihr dranhängt, wenn wir über Werte reden, was wir heutzutage immer häufiger tun. Das Spannende ist – und das kann man jetzt generell auf tierische Produkte übertragen – die sind ein Stück weit Sinnbild geworden oder Metapher mitunter auch für Dinge, die vielleicht jetzt gerade heutzutage nicht mehr so gut laufen. Weil dann mitunter Dinge gerade in der Viehhaltung ad absurdum geführt wurden, wurden zu extrem rausgezogen. Wir reden über Massentierhaltung, über Ausbeutung, über, so gesehen, Tierleid. Das wird jetzt immer transparenter heutzutage, weil die Konsument:innen so gesehen eine Informationshoheit bekommen haben. Aufgrund der Digitalität wissen wir, wir können jetzt mitunter hinter die Fassaden schauen. Aber deswegen – und das macht das so spannend – fragen jetzt eben häufiger Leute nach: Wie können wir das denn besser machen? Also klar, ich trinke in Zukunft gerne Milch, aber jetzt achte ich eben darauf, dass es eben eine Kuh ist, die auf der Weide stand, die sich nur vom Gras ernährt hat. Und das macht es dann aber für mich auch spannender. Der Konsum wird genussvoller, weil ich weiß, meine Konsumentscheidung ist immer eine Werte-Entscheidung und das weiß ich aber in diesem Produkt dann auch zu finden. Dementsprechend kann man so sagen, wenn man das jetzt wirklich pauschalisieren würde: Der ganze Pflanzenmilch- oder Pflanzendrink-Trend ist so gesehen auch ein Stück weit Weckruf für die, sage ich mal, Old-Food-Economy. Weil das sind ja neue Produkte, wenn wir über Hafer, Soja und Co. sprechen, dass die sich jetzt auch ein Stück weit wieder neu erfindet und auf neue gesellschaftliche, individuelle Bedürfnisse reagiert, wie eben Transparenz, Nachhaltigkeit, Gesundheit.
Tarik: Daniel, du hast gerade schon Transparenz angesprochen. Was sind noch so Tipps, die du für Lebensmittelproduzenten hast beim Thema zukunftsfähig sein? Also, was fordern Konsument:innen von den Produzent:innen?
Daniel Antes: Transparenz ist so gesehen das Mantra der Stunde. Und wir alle haben aber Lust auf gesunde, auf gute Lebensmittel, die Spaß machen, aber die uns was Gutes tun und, wie angesprochen, auch dem Planeten im besten Fall. Deswegen: als Hersteller:in heutzutage transparent und glaubwürdig kommunizieren ist so gesehen, glaube ich, die Maßnahme Nummer eins für die nächsten Jahre. Also, warum macht das Sinn, dass wir dieses Produkt anbieten? Was ist dein Mehrwert? Was ist der Mehrwert für den Planeten? Und dieser Drahtseilakt, so gesehen, ist sehr schwierig, und den wirklich so authentisch und glaubwürdig rüberzubringen, das ist, glaube ich, die Kunst der Stunde. Deswegen reden wir nicht von Konsument:innen, sondern Prosument:innen. Das heißt, Konsument:innen, die hinter die Fassade in die Produktion schauen wollen. Das heißt, wir gucken entlang der Wertschöpfungskette. Der Stevan Paul, ein Foodblogger, hat mal gesagt: „Der fertige Teller ist nicht mehr das Maß aller Dinge. Es geht um den Weg dorthin.“ Und gerade die jüngeren Generationen fragen danach und die wissen aber, sie können das mit zwei Klicks relativ schnell rausfinden, und entweder erzählst du die Story, wie sie ist, oder du bist relativ schnell dann aufgeflogen. Ich glaube, Transparenz ist wirklich sehr, sehr wichtig.
Tarik: Also, ich bin Prosument, das gefällt mir gut. Das Ding ist aber auch, da schon wieder haben wir wieder so ein Momentchen von neuen Trends, die vielleicht gar nicht so neu sind, bekommen jetzt dann doch auch schnell wieder ein neues Wort. Weil jetzt werde ich quasi vom Konsument:in werde ich zur Prosument:in. Das kann schon überfordern, oder?
Daniel Antes: Definitiv, klar. Aber am Ende des Tages hilft uns das ein Stück weit in dieser extrem überladenen Welt klarzukommen. Also es geht ja immer um Reduktion, damit Informationen oder Dinge einfacher verdaulich sind, wenn wir schon beim Essen sind. Deswegen orientieren wir uns an Labels oder wir orientieren uns an Ernährungsweisen, weil sie die Komplexität draußen einfach ein bisschen reduzieren. Also man kann ja wirklich sehr schnell erschlagen sein. 20 Erdbeermarmeladen. What? Welche ist denn jetzt nun die beste für mich? Welche ist vegan, welche ist die gesündeste? Welche ist die nachhaltigste? Und oft verbringen wir dann mehr Zeit so gesehen mit der Konsumentscheidung als mit dem Essen selbst, und das zeigt uns wieder, dass das System eigentlich ein Stück weit wirklich aus dem Ruder gelaufen ist. Und wir brauchen Orientierung, wir brauchen Kuratierung, wir brauchen Struktur, und alles, was da hilft, ist gerne gesehen, glaube ich.
Tarik: Dank Silke weiß ich ja jetzt, was „pflanzenbetont“ heißt. Jetzt gibt es aber auch so wilde Begriffe wie zum Beispiel „Beyond Food“ und „Free From Food“. Da bin ich ja raus. Bitte erklär mir, was ist „Free From Food“? Das klingt doch so, als würde ich jetzt gar nichts mehr essen. Ist es das?
Daniel Antes: Nee, es sind noch Sachen, aber man achtet mehr auf die Sachen, die nicht drin sind, als die Sachen, die drin sind. Also man frönt dem Beispiel glutenfreie Produkte. Das ist zum Beispiel Free From. Beim Mais, da ist kein Gluten drin. In den seltensten Fällen haben die Menschen wirklich eine Unverträglichkeit. Oft ist es auch hier einfach nur der Anspruch, nicht überfordert zu sein und einfacher Produkte oder Lebensmittel zu finden. Da geht's dann wirklich nur darum, was nicht drin ist. Und da gibt's mitunter – das ist dann auch recht spannend – Cafés, die schreiben eigentlich auf der Karte dann nicht, was es alles gibt für Kaffee, sondern was es nicht gibt, weißt du? Also, es wird einfach umgekehrt. Das ist das Negativ und das soll eigentlich auch nur zur Orientierung helfen.
Tarik: Und „Beyond Food“?
Daniel Antes: Beyond ist eigentlich all das, was gerade hauptsächlich, sage ich mal, jetzt im Silicon Valley oder in Israel passiert, wo wir gänzlich neu drüber nachdenken, wie wir Lebensmittel herstellen. Also, das sind dann oft die Sachen, die in Reagenzgläschen, in Bioreaktoren, die vermeintlich unnatürliche Herstellung quasi von Lebensmitteln. Wo wir beispielsweise Fleisch ohne ein totes Tier herstellen können, wo wir beispielsweise Milchprodukte ohne ein Tier herstellen können.
[29:15] Praktische Umsetzung am Familientisch und auf Social Media
Tarik: Valeska, es ist ganz schön viel los auf dem Foodmarkt. Wie ist es bei euch zu Hause? Spielen da Foodtrends eine Rolle?
Valeska: Also bei uns zu Hause am Küchentisch geht's auf jeden Fall nicht so interessant wissenschaftlich zu. Und ich finde das wirklich unglaublich spannend, was die beiden hier gerade erzählt haben. Nee, bei uns ist es wirklich so, da gibt's auch keine großen Diskussionen. Wir kochen ja viel, also meist zweimal am Tag miteinander. Und jedes Kind kann sich so seine Portion daraus nehmen, die es mag. Also, ich koche quasi ein Hauptgericht und der eine isst dann vielleicht mal nur die Nudeln mit Pesto, der andere mit Bolognese. Essen ist bei uns echt Genuss.
Tarik: Und das heißt, ihr kocht dann auch meistens zusammen?
Valeska: Das Mittagessen koche ich immer alleine. Da sind die Kinder ja in der Schule oder in der Uni. Also wenn der Große auch mal in Köln ist, dann hilft er vielleicht zwischendurch mal. Aber dass zum Beispiel das Tischdecken ist bei uns halt auch total wichtig. Also wir haben immer eine – das hört sich jetzt so spießig an – aber eine schön gedeckte Tafel, weil ich finde, das ist irgendwie auch für die Kinder total wichtig, weil das ja auch den Wert des Essens vermittelt.
Tarik: Und merkst du vielleicht aber trotzdem auch eine Veränderung an den Produkten, die bei euch auf dem Tisch landen? So ein bisschen auch... ich meine, du bist siebenfache Mutter, das ist eine Riesen-Zeitspanne. Hat sich euer Essverhalten über die Jahre vielleicht auch ein bisschen verändert?
Valeska: Also, ich muss ganz ehrlich sagen, dass zum Beispiel der Kleinste – das ist wirklich verrückt, also der ist ja noch nicht mal zwei Jahre alt – der isst alles. Und bei den Großen war das schon so, dass ich irgendwie immer dachte: Nee, der kann das gar nicht mögen oder sie kann das gar nicht, das geht gar nicht. Und der Kleine, der isst auch so eine ayurvedische Bowl, wo ich dann nur denke: „Es ist total verrückt, wieso isst der das?“ Aber vielleicht ist es ja eigentlich normal, dass Kinder das essen, und wir machen da viel zu viel Brimborium drum. Und ich glaube schon, dass unser Essverhalten war schon fleischlastiger, als die Großen klein waren. Also wir essen jetzt wirklich weniger Fleisch. Und deswegen haben die sich jetzt auch total auf die Oma gefreut, die so richtig Hausmannskost kocht, wenn ich nicht zu Hause bin. Und ja doch, es ist schon gemüselastiger geworden.
Tarik: Und sag mal, welche Rolle spielen Milchprodukte bei euch am Küchentisch?
Valeska: Ähm, wir haben ja zum Beispiel Milchreis-Montag, also da koche ich ja echt immer montags Milchreis. Wir essen viel Joghurt. Und die Mädels trinken immer morgens einen Kakao, also auch mit richtiger Kuhmilch.
Tarik: Du bist ja auf Social Media super aktiv. Ich habe schon vorhin gesagt, du machst deine berühmten und gefeierten Insta-Kochstorys. Was für Gerichte sind das so und welche Gerichte kommen bei deiner Community am besten an?
Valeska: Ich glaube, bei denen kommt vor allem gut an, dass das wirklich so easy-peasy Gerichte sind, die man wirklich für die Familie kochen kann. Zum Beispiel haben wir den Lachs-Freitag. Bei uns gibt's immer freitags Lachs mit Gemüse und Reis. Und das mit den Tagen, wenn man so einen Rhythmus hat, innerhalb von so einem Gerüst, können sich Kinder total gut bewegen. Und wenn wir zum Beispiel den Lachs-Freitag haben, dann können die sich Lachs mit Reis nehmen oder die essen den Lachs nur mit dem Gemüse oder halt das komplette Gericht. Die können sich das immer so wählen, wie sie es gerne selber mögen. Und bei uns gilt so ein bisschen: Man probiert alles, man muss es aber dann nicht aufessen. Also, wenn man es nicht mag, dann lässt man es, darf man es auch liegen lassen. Und wenn man sich selbst aufgetan hat und man meint, man hat Riesenhunger, dann ist es eigentlich auch so, dass man das dann aufisst. Das hört sich auch vielleicht so ein bisschen verrückt an, aber ich finde, man kann ja auch erstmal einen kleinen Teller nehmen, und wenn man dann merkt, man hat noch mehr Hunger, dann nimmt man noch mal nach. Also immer dieses Überdimensionierte ist ja wie im Hotel, wenn die Menschen zum Buffet gehen und sich den Teller vollschaufeln und die Hälfte landet danach im Müll. Das finde ich ganz furchtbar.
Tarik: Und sag mal, wenn du dann auf Insta kochst – du hast gerade schon erzählt auch von Reaktionen, die dann manchmal ein bisschen eher negativ sind – wenn du dann zum Beispiel auch mal Fleisch kochst oder vielleicht auch auf Milchprodukte setzt, bist du noch bereit, dann manchmal auch mit den Leuten zu reden? Oder denkst du dir einfach: „Sorry, Leute, das ist jetzt einfach hier mein Business, da habe ich Lust drauf. Guckt es oder guckt es halt auch einfach nicht.“
Valeska: Also, ich finde, man sollte sich ja generell, wenn man sich bei Social Media präsentiert, immer auch auf eine Diskussion einlassen können. Und für mich macht echt der Ton die Musik. Also, wenn mir jemand nur so ein kotzendes Emoji schickt, dann denke ich nur so: „Ey, tu mir bitte den Gefallen, geh einfach, drück auf Entfolgen.“ Wenn jemand aber wirklich total kritisch, aber in einem netten Ton etwas anfängt besprechen zu wollen, dann lasse ich mich da drauf auch ein.
Tarik: Hast du das Gefühl, dass über dieses Schreiben und auch Reden dann auch sowas wie ein Konsens oder so auch ein Miteinander dann entsteht?
Valeska: Miteinander kann ja nur dann entstehen, wenn der andere auch auf so ein Miteinander Lust hat und nicht nur einfach quasi einmal seinen seelischen Müll abladen möchte. Weil das ist ja leider wirklich, ne, bei Social Media oder so generell in der virtuellen Welt ja oft das Problem, dass die sich hinter anonymen Profilen verstecken und meinen, sie könnten echt irgendeinen Stuss von sich geben. Und ich bewege mich wirklich in dieser virtuellen Welt nur so, wie ich mich auch im echten Leben bewegen würde. Also, dass man auch demjenigen so wie jetzt hier face-to-face noch in die Augen gucken kann. Und ich glaube, ganz oft vergessen die wirklich in dem, was sie schreiben, ja, dass bei mir ja auch ein Mensch hinter dem Profil steckt.
Tarik: Definitiv. Und auch vielleicht auch mal sich selber zu überlegen: „Warum stört es mich jetzt eigentlich so sehr, dass eine Person wie Valeska mit gewissen Produkten halt kochmäßig hantiert?“ Wenn ich sie selber nicht essen möchte, dann tue ich es halt einfach nicht.
Valeska: Wie? Das mache ich ja genauso. Weißt du, wenn ich jetzt irgendeiner Influencerin folge, die ich generell cool finde, und da gefällt mir zum Beispiel eine platzierte Werbung nicht, dann drücke ich weiter. Dann lasse ich mich da nicht mehr großartig mehr drauf ein oder, ja, wie du gerade schon sagst, ich überdenke: Warum stört mich das jetzt? Und ich glaube, wenn man authentisch ist und vor allem auch bleibt, dann kann man auch eher annehmen, wenn derjenige dann mal ein Steak zeigt.
Tarik: Lass uns gerne noch mal ein bisschen zurückreisen in die Zeit, in der du vielleicht erst ein Kind hattest oder zwei Kinder. Wenn du auf diese Zeit zurückblickst, gibt es da Momente, die dich beim Thema Ernährung früher krass gestresst haben, wo du dir heute sagst: Ganz ehrlich, das mache ich jetzt sowas von lockermäßig einfach weg?
Valeska: Also, ich habe ja bei den ersten vier fast voll in der Redaktion von TV total gearbeitet. Und da war natürlich für mich Stress, dass ich morgens um 10 Uhr in der Redaktion sitzen musste und vorher irgendwie schon was Vernünftiges für die Kinder gekocht haben musste. Und ich glaube, mittlerweile würde ich dann auch einfach mal – ich habe ja so eine Kategorie, die heißt „In Liebe geöffnet“ – einfach mal so ein Fertigglas leckere Biosoße öffnen. Das hätte mich, glaube ich, damals doch ein bisschen entspannt.
Tarik: Weil du den Stress gehabt hast, dass eine gute Mutter quasi täglich frisch kochen muss.
Valeska: Ja, das hat mich schon manchmal dann gestresst, dass ich dann irgendwie morgens schon die gute Kürbissuppe gekocht haben wollte. Hat alles funktioniert, aber ja, würde ich jetzt vielleicht einfach anders machen.
[36:50] Die Gäste bitten zu Tisch: Was gibt es zu essen?
Tarik: Jetzt haben wir auch noch Zeit, ein bisschen gemeinsam zu plaudern. Und als Allererstes würde ich mich einfach mal gerne zu euch beim Essen einladen. Silke, wenn ich bei dir zum Essen eingeladen bin und ich mir von dir ein nachhaltiges und gesundes Essen wünschen würde, was würde ich dann bei dir bekommen?
Dr. Silke Lichtenstein: Mit viel Liebe, glaube ich, kleine Häppchen, also so verschiedene Tapas. Ich bin zum Beispiel so ein Tapas-Fan. Tapas, glaube ich, oder aber auch irgendwas mit Fisch, was ich auch toll finde. Ist so einfach, alles auf ein Backblech und dann richtig so, ne, so alles ... weiß ich nicht, Kürbis, gerade sowas kann ich mir vorstellen, dann auch vielleicht sogar mit Fisch. Nachhaltig. Es ist einfach, es ist nachhaltig.
Tarik: Also wenn viel Gemüse dabei ist, ja.
Dr. Silke Lichtenstein: Viel Gemüse ist eh dabei und es ist etwas, was man einfach mal schön in den Ofen schieben kann. Währenddessen trinken wir ein Glas Wein und warten darauf, dass das fertig wird.
Tarik: Bin ich dabei. Schätze ich sehr. Daniel, was würde ich bei dir zu essen bekommen?
Daniel Antes: Ich würde wahrscheinlich wirklich super basic irgendwas Italienisches machen und wahrscheinlich auch etwas, was sich entzerren lässt. Also ich würde wahrscheinlich ein Ciabatta selbst backen und dann quasi Antipasti reichen, weil Oliven und getrocknete Tomaten und so ein Zeug, da muss man eh nicht viel kochen. Aber dann gäb's natürlich eine selbstgemachte Pasta, aber die dann so gesehen wirklich from scratch.
Tarik: Valeska, was gibt es bei dir zu essen? Und bei dir, weil ich ja weiß, dass bei euch Milch auch eine große Rolle spielt, würde ich mir ein Milchgericht wünschen.
Valeska: Dann kommst du wirklich am besten montags, dann gibt's ja als Dessert den Milchreis mit frischem Apfelkompott, Zimt und Zucker, also als Dessert. Und vorher, also einfach, weil es auch wirklich gut mit der Familie kompatibel wäre, wäre auch bei uns tatsächlich eine Lasagne. Die machen wir immer für die einen mit Hackfleisch und für die anderen nur mit Gemüse. Und das kannst du auch super in einer Auflaufform zum Beispiel machen. Und was da wirklich super ist: Gar nicht diese festen kleinen Lasagneplatten, sondern frischen Pastateig, den gibt's auch mittlerweile im Kühlregal, weil es einfach viel, viel besser schmeckt.
[41:10] Generationenunterschiede und wahre Kosten von Lebensmitteln
Tarik: Sagt mal, ich habe manchmal das Gefühl, dass es beim Thema Essen auch eventuell zu einem Generationenunterschied kommen könnte. Daniel, wie blickst du als Trendforscher auf das Thema Milch und auch im Kontext von dem vermeintlichen Generationenunterschied?
Daniel Antes: Also, ich glaube mal jetzt vor Kurzem auch gelesen zu haben – die GfK, die untersucht das ja regelmäßig mit Marktforschung generell, was so gesehen Konsumstatus quo in der deutschen Gesellschaft ist – dass die Milchreduzierer mitunter nicht nur in einer Altersgruppe sind. Also so gesehen, du hast eigentlich über Altersgruppen hinweg so gesehen jetzt ein Stück weit einen reduzierten, bewussteren Milchkonsum. Also wirklich von den, sage ich mal, iGens – also Generation Alpha, Z – bis zu den Millennials, aber auch Babyboomern. Aber dass man dazu sieht, dass wenn wir auf so Dinge wie Haushaltseinkommen oder Pro-Kopf-Einkommen schauen und auch mitunter, sage ich mal, Bildungsstand, dass da natürlich die Menschen, die mehr verdienen und eine höhere Bildung genossen haben, eher bereit sind, beispielsweise auf Milch zu verzichten und sich umzuorientieren oder mal was auszuprobieren. Und generell, das untersucht ja auch die Bundesregierung jährlich, sage ich mal: diese Neugier, beispielsweise noch weiterzugehen und nicht nur plant-based, sondern auch potenziell Insekten oder In-vitro-Sachen, also all das, was wirklich jetzt ganz, ganz neu ist, zu probieren. Da sind wir wirklich dann bei den jungen Menschen. Also die sind viel offener, weil sie aber auch, sage ich mal, viel mehr mit den Dingen in Berührung kommen aufgrund ihrer Digitalität. Das heißt, die sind auch viel mehr am Puls der Zeit, als es meine Eltern oder ein Großteil hier sein konnten. Und deswegen ist da, glaube ich, einfach eine gewisse, sage ich mal, Exposition gegenüber diesen Themen viel mehr gegeben.
Tarik: Glaubst du, Daniel, dass aufgrund der hohen Preise das Thema Nachhaltigkeit in den nächsten Jahren eventuell so ein bisschen nach hinten rücken könnte?
Daniel Antes: So gesehen, eigentlich seitdem das Thema Nachhaltigkeit aktuell ist, ist es immer im direkten Konflikt mit dem Preis. Wir in Deutschland waren so gesehen beim Rock Bottom, was den Preis anbelangt. Also Lebensmittel sind so günstig wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Wir geben nicht mal 10 % unseres Haushaltseinkommens für Lebensmittel aus. Wenn ich das meiner Oma erzähle, fasst sie sich an den Kopf, weil damals war der Wert vier-, fünfmal so hoch. Und dementsprechend, es konnte eigentlich nicht billiger werden, weil Lebensmittel sind so günstig, drunter geht nicht. Und wir merken jetzt einfach, dass das falsch ist. Und deswegen würde ich eigentlich gerne eine Lanze brechen auch für das ganze Thema. Wir reden da gerne in dem auch wissenschaftlichen Nachhaltigkeitsdiskurs von echten, von den wahren Kosten. Weil mitunter Lebensmittel einfach nicht so gesehen den Kosten entsprechen, die wir als Gesellschaft insgesamt zu tragen haben. Wenn wir über das Thema Nachhaltigkeit sprechen, gibt es so gesehen Folgekosten, weil Lebensmittel einen hohen CO2-Ausstoß, Flächenverbrauch, Wasserverbrauch, was auch immer haben. Das trägt im Zweifel momentan irgendwann die Gesellschaft in 5, 10, 20 Jahren in Form von Klimawandel, Ressourcenverknappung und Co.
[45:30] Tipps für den Alltag, Vorsätze und Verabschiedung
Tarik: Valeska, was hast du denn so für Tipps gerade auch für Familien, die sagen: „Hey, ich habe Lust nachhaltig zu kochen. Ich habe aber auch Lust, Milchprodukte zu verarbeiten, und vielleicht habe ich nicht so Lust – weil ich es auch vielleicht nicht kann – da jetzt Unmengen an Geld für auszugeben.“
Valeska: Also zum einen, glaube ich, ist es dann doch besser, dass man sich eine Liste schreibt, was man in der Woche kocht, damit man auch genau auf dem Schirm hat, was man einkaufen muss und was im Kühlschrank ist, damit man auch nichts wegwirft. Dann doch regional, saisonal. Also oft ist es ja so, dass man auf dem Markt einkaufen gehen kann und es sogar günstiger ist als im Supermarkt. Also natürlich ist dann der Luxus Zeit, dass man es schafft, zum Markt zu gehen. Aber dann ist es ja auch nicht verpackt. Dann hat man das einfach in dem Jutebeutel und hat schon mal diesen ganzen Verpackungsmüll nicht, den man ja doch dann beim Discounter vielleicht hat. Das ist ja auch schon eine Form von Nachhaltigkeit. Und dass man mit den Kindern bespricht, was man kocht, damit die Kinder es auch wirklich essen, weil dann hat man auch weniger, was weggeworfen wird.
Tarik: Ihr Lieben, was sind denn eure Vorsätze, wenn es um das Thema Ernährung und Genuss und auch Nachhaltigkeit geht und auch Milch natürlich? Silke?
Dr. Silke Lichtenstein: Ich habe einen Vorsatz, und der ist, glaube ich, jedes Jahr immer wieder gleich: Botschafterin zu sein fürs gute Essen. Es ist irgendwie so viel, was wir hören und sprechen und auch jetzt diskutieren, was mit negativen Aspekten zu tun hat oder auch mit diesen ganzen Auswirkungen. Und Essen ist was Wunderbares. Und wir haben eigentlich auch die beste und die größte Lebensmittelfülle, und das kann man gar nicht oft genug sagen. Ich glaube, das ist, was die Menschen wirklich am nötigsten haben, so diese Sehnsucht auch, wieder wirklich genießen zu dürfen.
Daniel Antes: Ich würde das vollends unterschreiben. Ich werde wahrscheinlich in meiner Rolle als Trend- und Zukunftsforscher und irgendwo auch Foodpreneur oder Aktivist versuchen, den Leuten ein bisschen die Angst vor der Zukunft zu nehmen, sondern einfach Lust auf Zukunft zu machen und dass Zukunft heute einfach passiert und jeder eigentlich einen Beitrag leisten kann. Sei es als Botschafter für Genusskultur, sei es als Mutter, die zeigt: „Hey Kids, Ernährung ist voll spannend, ihr könnt da alle mit anpacken“, oder dann eben als Politiker, Unternehmer:in, was auch immer. Denn ja, Zukunft ist einfach nicht festgeschrieben und jeder kann einen Beitrag leisten. Und das sollte man sich immer wieder verinnerlichen.
Tarik: Valeska?
Valeska: Ich mache mir tatsächlich gar keine Vorsätze, weil ich finde, alles ist jetzt, und wenn man irgendetwas ändern möchte, sollte man das direkt machen. Und ich möchte genauso gesund und ja, lecker auch 2023 weitermachen, wie ich es 2022 abgeschlossen habe.
Tarik: Sehr schön. Hey, vielen Dank an euch drei. Danke, Silke, danke Daniel, danke Valeska. Ich habe super viel gelernt. Bei der nächsten Food-Diskussion bin ich definitiv vorne mit dabei. Ihr jetzt natürlich auch. Und was ich auch gelernt habe, ist: Es gibt viele Ernährungsformen. Und das sollte niemanden überraschen, denn wir alle sind vielfältig und was wir essen und was wir nicht essen, ist etwas sehr, sehr Persönliches und genau da sollte es auch bleiben. Deswegen: Food und Ernährungsformen Deluxe für alle. Ciao. [kurze Pause] Das war Let's Talk Milch. Schön, dass ihr zugehört habt. Und jetzt seid ihr gefragt: Real Talk Milch. Sagt uns eure Meinung und werdet Teil des Podcasts. Wie das geht? Einfach per Sprachnachricht. Und alle Infos dazu findet ihr auf www.initiative-milch.de/letstalkmilch. Ob unterhaltsam oder kontrovers, verratet uns, was ihr über das Thema Milch denkt und was ihr noch wissen möchtet. Eine Auswahl eurer Nachrichten und Fragen bauen wir dann in die nächste Folge ein. Und den Link findet ihr in den Shownotes. Viel Spaß, euer Tarik. [Podcast-Musik]
Die Kölnerin ist Mutter von sieben Kindern. Auf ihrem Instagram-Kanal @mother_of_six-dragons widmet sie sich vorrangig Familienthemen und hierbei insbesondere auch den Themen Food und Lifestyle für die ganze Familie.
Valeska auf Instagram
Der Diplom-Wirtschaftsgeograph, Betriebswirt und Publizist besitzt mehrjährige Erfahrung im Bereich Nachhaltigkeit und der Schnittstelle zwischen menschlichem Handeln und der Natur. Als selbstbetitelter “Sustainability Ninja” ist er regelmäßig mit Vorträgen rund um die Themen Zukunftsforschung, Megatrends, Neo-Ökologie, Food Trends und neuen Ernährungsstilen unterwegs.
Daniel Anthes auf LinkedIn
Die studierte Ökotrophologin und Gastronomie-Betriebswirtin ist nach mehrjähriger erfolgreicher freiberuflicher Tätigkeit in der Außer-Haus-Verpflegung seit 2019 die Geschäftsführerin der Dr. Rainer Wild-Stiftung, eine der führenden Wissensplattformen für den interdisziplinären, wissenschaftlichen Austausch zum Thema “Gesunde Ernährung”. Lichtenstein engagiert sich schon seit Jahren im Berufsverband Oecotrophologie e.V. und ist derzeit Vorstandsvorsitzende.
Dr. Rainer Wild Stiftung
Verbraucherkommission Baden-Württemberg
“Es gibt kein Schwarz und Weiß in der Ernährung und jeder darf und muss seinen eigenen Weg finden.”
Dr. Silke Lichtenstein, Ökotrophologin
Der Moderator und Podcaster ist bekannt aus dem Online-Format „Jäger & Sammler“ im ZDF und der Talkshow „deep und deutlich“ im NDR. Im Podcast „Tratsch & Tacheles“ spricht er mit der Moderatorin Hadnet Tesfai offen und ehrlich über die latest news aus der Popkultur. Mit seinen glamourösen Fashion-Statements auf seinen Social-Media-Kanälen gilt Tarik als der deutsche Billy Porter.
