Europas Milchwirtschaft im Wandel

Wir definieren nachhaltige Landwirtschaft neu

Das europäische Programm „Enjoy, it’s from Europe“ zeigt, wie Landwirt:innen in ganz Europa aktiv daran arbeiten, ihren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren, während sie Milchprodukte erzeugen. Schaut mit uns hinter die Kulissen der modernen Landwirtschaft und entdeckt die spannenden Facetten verantwortungsvoller Milchproduktion.

Nachhaltig wirtschaften und konsumieren geht nur gemeinsam. Um das zu erreichen und bewusste Konsum-Entscheidungen zu treffen, braucht es Aufklärung. Und die gibt es durch offenen Austausch und Dialog. Das EU-Programm „Enjoy it's from Europe“ setzt genau hier an: Es fördert nachhaltige Wertschöpfung auf EU-Ebene und unterstützt den Austausch innerhalb der Branche sowie in Richtung Verbraucher:innen. Gemeinsames Ziel ist es, die moderne Landwirtschaft wirklich als solche zu verstehen und nachhaltige Innovationen zu fördern.

Die Herausforderung: Viele Menschen wissen gar nicht, wie nachhaltig die Milchwirtschaft bereits arbeitet. Das ergab eine internationale Verbraucher:innen-Umfrage im Auftrag des EU-Programms. Gerade einmal 16 Prozent sind sich bewusst, dass die Branche aktiv daran arbeitet, Emissionen zu reduzieren. Dabei setzen viele Milchhöfe in Europa auf ressourcenschonende Praktiken, allein schon durch die seit Jahrhunderten bewährte agrarische Kreislaufwirtschaft. Dazu nehmen viele mittlerweile an Nachhaltigkeitsprogrammen teil. 

So nachhaltig arbeiten Europas Milchhöfe

Europas Milchhöfe entwickeln sich permanent weiter und drehen an diversen Stellschrauben, um noch nachhaltiger und im Sinne des Tierwohls zu wirtschaften. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Kühe selbst zum Melken gehen können und 15.000 Landwirt:innen in Deutschland ihre CO2-Emissionen aktiv tracken? Unsere Top 5, was schon alles auf den Höfen passiert:

1. Landwirt:innen handeln ressourcenschonend

Die Landwirt:innen in Deutschland, Belgien, Dänemark oder Irland nutzen nicht nur natürliche Kreisläufe. Sie erstellen darüber hinaus gezielte Futtermittelanalysen, um sicherzustellen, dass jede Kuh genau das bekommt, was sie braucht. Das orientiert sich an den Bedürfnissen der Tiere und ist in der Folge auch gut für die Böden und die Biodiversität. 

2. Kühe bekommen frisches Futter aus der Region

Die Tiere bekommen hauptsächlich lokal angebautes Grundfutter, also Gras, Heu, Silage und andere Pflanzenteile von heimischen Flächen. Das ist gut für die Nährstoffbilanz der Tiere und für die CO2-Bilanz des Betriebs, weil die Transportwege kurz sind.

3. Mit Klee und Kräutern zu hoher Futterqualität

Klee, Luzerne, Erbse und Ackerbohne sind wichtige Bestandteile nachhaltiger Fruchtfolgen auf den Höfen. Gezielt auf Feldern und Weiden angepflanzt, reichern sie das Grundfutter der Kühe mit Eiweiß an. Sie sorgen für nährstoffreiche Futtermischungen und verbessern gleichzeitig die Bodenqualität.

4. Sonne, Wind und Mist – Milchhöfe werden autark

Mit Solarenergie und Biogasanlagen machen sich die Milchhöfe unabhängig und produzieren grünen Strom, der nicht nur die Kühe, sondern tragen auch zur regionalen Energieerzeugung bei. 

5. Gutes wird mehr, wenn man es teilt

In der europäischen Milchwirtschaft wird Wissen geteilt und jede:r Milchwirt:in übernimmt Verantwortung. Gemeinsam setzen wir uns für eine nachhaltige Zukunft ein. Ziel vieler Programme ist es, Emissionen weiter zu reduzieren.

© Landwirt schafft Leben

Entdecke die Milchhöfe von Katharina und Lars

Katharina und Lars stehen stellvertretend für die neue Generation von jungen Landwirt:innen, die Verantwortung für die Umwelt und zukünftige Generationen übernehmen. Sie haben eine klare Vision von einer nachhaltigen Landwirtschaft und zeigen, wie sie in ihrem Alltag aktiv daran arbeiten, dieses Ziel zu erreichen. Beide schöpfen wertvolle Erfahrungen aus dem Austausch mit anderen Landwirt:innen, wie sie ihn erst kürzlich in Brüssel erleben durften. 

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